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Hadrians Waldinschriften im Libanon reservieren vier Baumarten

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ZeitalterAltertum

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Im 2. Jahrhundert n. Chr. ließ Kaiser Hadrian im Libanongebirge Wälder mit Felsinschriften als kaiserlichen Besitz abgrenzen. Vier Baumarten waren vorbehalten; wozu, deuten die Quellen verschieden.

Im Libanongebirge kennzeichnen in den Fels gehauene lateinische Inschriften Wälder als Besitz des römischen Kaisers Hadrian.123 Sie stammen aus dem 2. Jahrhundert n. Chr.;34 eine Quelle nennt das Jahr 118.4 Bekannt sind etwa 200 solcher Markierungen, die meisten in den gewachsenen Fels gehauen, andere als einzelne Steine.13 Die häufigste Formel lautet abgekürzt „IMP HAD AVG DFS AGIV CP“: Grenze der Wälder des Kaisers Hadrian Augustus, vier Baumarten sind vorbehalten.1

Schon im 1. Jahrhundert n. Chr. waren die Wälder des Libanon knapp geworden.2 Die römische Ausdehnung nach Phönizien und Syrien und der Bau von Schiffen und Befestigungen trieben die Nachfrage nach Zedernholz in die Höhe.2 Hadrian ließ die Zedernwälder abgrenzen und ihren Rand mit beschrifteten Grenzsteinen markieren.5 Die Inschriften liegen zwischen 270 und 2311 Metern Höhe; mit ihnen lassen sich die Grenzen des antiken Waldes ungefähr nachzeichnen.1 Inschriften dieser Art sind aus keinem anderen Teil des Römischen Reichs bekannt.1 Zwei der Steine stehen im Museum der American University of Beirut.3

Welche vier Arten vorbehalten waren, ist nicht bekannt; als wahrscheinlich gelten Zeder, Eiche, Zypresse und Tanne oder Wacholder, die sich für den Schiffbau eigneten.1 Die übrigen Arten durften ohne Erlaubnis des Kaisers oder seiner Prokuratoren geschlagen werden.1 Acht Inschriften tragen das Kürzel VIG, das Breton 1980 als vigilarium deutete, als Posten der Waldaufsicht.1 Über den Zweck gehen die Darstellungen auseinander: Following Hadrian nennt das Holz für die Flotte,1 ein Beitrag der American University of Beirut zitiert die Deutung, Hadrian habe die restlichen Wälder als private Jagdgründe beansprucht,2 und ein Aufsatz in PLOS ONE schreibt, er habe die Wälder erhalten wollen.5

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