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Haram von Medina: Muhammad verbietet dort Baumfällen und Jagd

Belegt durch 4 unabhängige Quellen

ZeitalterMittelalter

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Im frühen 7. Jahrhundert erklärt Muhammad Medina zum Schutzbezirk: Zwischen den Lavafeldern dürfen keine Bäume gefällt und kein Wild getötet werden. Bei al-Naqīʿ richtet er einen ḥimā für die Reiterei ein.

Im frühen 7. Jahrhundert, bald nachdem sich die Muslime in Medina niedergelassen hatten, ließ Muhammad die natürlichen Ressourcen der Umgebung erfassen und als , als geschützten Ort, ausweisen.2 Nach einer Überlieferung in der Sammlung Sahih Muslim erklärte er das Gebiet zwischen den beiden Lavafeldern Medinas für unverletzlich: Seine Bäume dürften nicht gefällt und sein Wild nicht getötet werden.12 Mekka und Medina machte er zu zwei unverletzlichen Bezirken, ḥaram genannt.3 Bei al-Naqīʿ nahe Medina richtete Muhammad außerdem einen ḥimā für seine Reiterei ein.34

Den ḥimā gab es schon im vorislamischen Arabien, und er hatte wohl einen weltlichen Ursprung.3 Mächtige Nomadenfürsten behielten sich damit die Weide- und Wasserrechte an ergiebigen Weiden vor, um ihre Herden vor den Folgen der Dürre zu schützen.3 Nach dem Rechtsgelehrten al-Šāfiʿī, der 820 starb, sah die einfache Bevölkerung im vorislamischen ḥimā weithin ein Mittel der Unterdrückung.3 Muhammad machte aus dem privaten Gebiet ein öffentliches Gut, an dem jedes Mitglied der Gemeinschaft Anteil hatte.2 Ein bekannter Ausspruch lautet, niemand außer Gott und seinem Gesandten dürfe einen Ort zum ḥimā erklären.23

Die Kalifen nach ihm richteten weitere ḥimās ein, für die Reiterei, für die als Almosen bestimmten Kamele und für das Vieh der Armen.3 Unter dem Kalifen ʿUmar ibn al-Ḫaṭṭāb, der von 634 bis 644 regierte, ertappte Saʿd ibn Abī Waqqāṣ einen Sklaven beim Fällen von Bäumen im ḥimā, schlug ihn und nahm ihm die Axt ab.3 Die Einrichtung bestand bis in die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts fort3 und ging im Lauf dieses Jahrhunderts zurück.4

Wie weit die Verbote um Medina reichten, beschreiben die Quellen verschieden: Die Überlieferung nennt das Gebiet zwischen den beiden Lavafeldern,1 der Historiker Lutfallah Gari einen Umkreis von vier Meilen für die Jagd und von zwölf Meilen für das Zerstören von Pflanzen.3

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