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Was KI in Footnoted tut — und was nicht

Eine Selbstauskunft: Diese Seite beschreibt das Archiv aus eigener Sicht und hat deshalb keine fremden Quellen. Die Zahlen setzt der Build bei jeder Veröffentlichung aus dem Bestand ein.

Footnoted entsteht mit Sprachmodellen. Sie suchen Quellen, öffnen sie, entwerfen Text und prüfen bestehende Einträge gegen ihre Belege. Diese Seite beschreibt, wo die Grenze liegt: was ein Modell hier tun darf, was es nicht darf, und was dafür sorgt, dass ein Fehler auffällt, bevor er veröffentlicht wird.

Die Arbeitsteilung

Warum so geteilt

Ein Sprachmodell kann eine Quelle so wiedergeben, dass es plausibel klingt und trotzdem nicht dasteht. Die Regeln setzen genau dort an. Zitiert wird nur eine Adresse, die tatsächlich abgerufen wurde — nie aus dem Gedächtnis, nie aus dem Ausschnitt eines Suchergebnisses. Die Zusammenfassung, die ein Abrufwerkzeug von einer Seite liefert, gilt nicht als Wortlaut. Und die Belegstelle muss den Satz tragen, nicht bloß das Thema.

Jede dieser Regeln hat eine Geschichte. Am 2. Oktober 2026 machte ein Eintrag aus der Stelle „sketches and letters … They remained lost until 1935“ verschollene Briefe; die Briefe waren seit 1718 gedruckt. Daraus wurde die Frage nach der Eindeutigkeit, die seitdem an jede Angabe gestellt wird. Am 4. Oktober 2026 rutschte beim Kürzen einer Verweisnotiz eine Angabe in einen Eintrag, die keine Quelle trug. Sie fiel vor der Veröffentlichung auf, und die Prüfung, die sie hätte früher finden sollen, wurde am selben Tag erweitert. Solche Fälle stehen mit Datum und Folge in den Regeln selbst und in der Versionsgeschichte, die meisten auch in einer eigenen Datei im Repository. Ein Fehler, der dort steht, muss nicht ein zweites Mal bezahlt werden.

Was ein Modell hier nicht tut

Woran man es sieht

Jeder Eintrag nennt unter Herkunft, wie er entstanden ist; die seit Anfang Oktober 2026 entstandenen nennen auch, ob Beschaffer dabei waren. Die Quellen stehen mit Titel, Herausgeber, Adresse und Abrufdatum darunter. Zu jeder Fußnote liegt der Wortlaut der Quelle im Repository, 12.773 Belegstellen bisher; für Einträge, die vor dieser Regel entstanden, fehlt er noch, und der Lückenbericht führt sie. Was ein Modell geschrieben hat, lässt sich damit genauso prüfen wie alles andere: an der Quelle.

Bestehende Einträge werden regelmäßig erneut gegen ihre Quellen gelesen. Ein Lückenbericht bestimmt, welche zuerst dran sind: tote Quellen, teilbelegte Einträge, offene Widersprüche, Einträge, die am längsten nicht geprüft wurden. Eine Quelle, an die nur ein Mensch herankommt, bestätigt ein Mensch — mit Datum und Notiz; das betrifft derzeit 53 Quellen.

Wenn ein Modell hier liest

Sprachmodelle schreiben an Footnoted nicht nur mit, sie lesen es auch. Für sie gibt es eigene Wege: llms.txt als Einstieg, je Bereich und Zeitalter eine Textdatei, jeden Eintrag als JSON, eine Abfrage-API und in Browsern mit WebMCP Werkzeuge auf jeder Seite. API und Werkzeuge beantworten dieselben Abfragen mit derselben Funktion, und ein Test prüft, dass sie bei gleicher Eingabe dieselben Einträge und dieselben Fehlercodes liefern.

Ob diese Wege tragen, wird gemessen. Ein Agententest stellt Agenten, die das Archiv nicht kennen, Fragen, deren Antwort im Bestand feststeht: welche Einträge in einen Zeitraum fallen, welche Quelle einen Satz trägt, ob es zu einem Thema keinen Eintrag gibt, ob ein absichtlich verfälschter Satz so im Eintrag steht. Die richtige Antwort rechnet ein Skript aus dem Build aus, verglichen wird erst danach. Jeder Lauf steht mit Datum, Stand und jeder einzelnen Antwort in einer Datei im Repository.

Was dabei auffiel, wurde am Archiv geändert. Ein Agent zählte die berechneten „Ähnlichen Einträge“ als Querverweise; seither steht auf jeder Eintragsseite, dass sie berechnet sind. Agenten, die eine Suche unter /api/v1/search vermuteten, bekamen eine Fehlermeldung; seither werden sie zur Liste weitergeleitet. Ein Zeitraum, dessen Anfang nach seinem Ende lag, ergab eine leere Liste, und ein Agent las daraus, dass es zu diesem Zeitraum nichts gibt. Seither ist das ein Fehler mit Begründung, und eine leere Liste heißt nur noch: Kein Eintrag erfüllt den Filter.

Wie das Belegverfahren im Einzelnen aussieht, beschreibt Wie Footnoted belegt.

Worauf diese Seite sich stützt

Statt fremder Quellen: die Dateien im Repository, aus denen die Aussagen und Zahlen stammen.

  • .claude/agents/beschaffer.md — die Vorlage für den Beschaffer, der Quellen sucht und öffnet
  • .claude/commands/research.md — der Rechercheablauf mit allen Regeln
  • .claude/commands/daily.md — die Prüfung bestehender Einträge
  • .claude/lehren.md — woran die Regeln gelernt wurden — die Läufe, die schiefgingen
  • data/nicht-erreichbar.json — jeder vergebliche Abruf, mit Grund und geprüften Umwegen
  • data/agententest.json — die Läufe des Agententests, jede Antwort mit ihrer Bewertung
  • src/query.ts — die Abfragen, die API und WebMCP-Werkzeuge gemeinsam beantworten

Text zuletzt gegen den Stand geprüft: .