Ein offenes Archiv: Lizenz, Schnittstellen, Nachprüfbarkeit
Eine Selbstauskunft: Diese Seite beschreibt das Archiv aus eigener Sicht und hat deshalb keine fremden Quellen. Die Zahlen setzt der Build bei jeder Veröffentlichung aus dem Bestand ein.
Ein Beleg ist nur so viel wert wie die Möglichkeit, ihn nachzuprüfen. Daraus folgt fast alles, was Footnoted im Netz tut: Die Inhalte sind frei verwendbar, jede Seite ist auch für Programme lesbar, jede Änderung ist datiert, und keine Quelle wird auf einem Weg beschafft, den ein Leser nicht gehen könnte.
Frei verwendbar, mit einer Bedingung
Die Inhalte stehen unter CC BY 4.0, der Code unter MIT. Jede Nutzung ist erlaubt, auch die kommerzielle und auch als Trainings- oder Eingabedaten maschineller Systeme. Die eine Bedingung ist die Namensnennung. Was dazu gehört und wie eine fertige Quellenangabe aussieht, steht auf der Lizenzseite.
Zwei Dinge gehören zur Ehrlichkeit dazu. Die Lizenz deckt die zitierten Quellen nicht; deren Rechte liegen bei ihren Urhebern, lizenziert ist die eigene Arbeit — Formulierung, Auswahl, Anordnung, Diagramme. Und keine Datei zwingt einen Crawler zu irgendetwas. Verbindlich ist die Lizenz, nicht ihre maschinenlesbare Ansage.
Für Menschen und für Programme
- Jeder Eintrag ist auch als Markdown abrufbar — an die Adresse
.mdanhängen statt des Schrägstrichs — und als JSON mit Text, Quellen und Herkunft. - Jeder Bereich hat eine Seite, die seine Schnittstellen beschreibt, etwa die des Bereichs Künstliche Intelligenz.
graph.jsonenthält den ganzen Bestand als Netz: Einträge, Bereiche, Themen, Epochen, Glossarbegriffe und Wikidata-Objekte, verbunden über ihre Zugehörigkeit und über die Querverweise mit ihrer Begründung. Die Datei wird bei jedem Build aus den Einträgen berechnet und behauptet nichts, was nicht dort schon steht.- Ein Eintrag kann seinen Gegenstand als Kennung bei Wikidata nennen, einem offenen Verzeichnis, das Suchmaschinen und Programme schon kennen. Dort stehen Namen, Daten und Orte; hier stehen die Belege.
llms.txtist der Einstieg für Sprachmodelle und andere Leser, die eine Website als Text lesen. Von dort führt je Bereich eine Datei weiter, in der jeder Eintrag mit seinen Querverweisen steht, in beide Richtungen und mit Begründung; je Zeitalter listet eine weitere Datei die Einträge quer über alle Bereiche. Wie das aufgebaut ist, beschreibt llms.txt in Footnoted.- In Browsern, die WebMCP anbieten, meldet jede Seite Werkzeuge an, mit denen ein Agent suchen, auflisten, das Umfeld eines Eintrags abfragen und zu jedem Satz die Quellen abfragen kann. Sie lesen nur und ändern nichts.
- Die Nutzungsbedingung steht zusätzlich maschinenlesbar in
/license.xmlund in den strukturierten Daten jeder Seite. - Alle Inhalte liegen als Markdown-Dateien in einem Git-Repository, das nicht öffentlich ist. Jede Änderung an einem Eintrag steht dort mit Datum in der Historie. Sichtbar ist davon auf jeder Eintragsseite das Datum der letzten Änderung und auf jeder Seite der Commit, aus dem sie gebaut ist.
Fragen, ohne alles zu laden
Unter /api/v1/ beantwortet das Archiv drei Fragen direkt: was um einen Eintrag herum steht, welche Einträge ein Wikidata-Objekt betreffen, und welche einen Filter erfüllen, etwa einen Zeitraum, einen Bereich oder ein Wort. Ein Programm muss dafür nicht den ganzen Graphen laden. Jede Antwort mit Daten beginnt mit der Lizenz und einer fertigen Quellenangabe und nennt den Stand: den Commit, aus dem die Daten gebaut sind. Mit ihm lässt sich jede Antwort später gegen die Historie wiederholen. Beschrieben sind die Abfragen zweimal aus derselben Tabelle: in der Übersicht selbst und als OpenAPI unter /api/v1/openapi.json. Auf diese Beschreibung verweist /.well-known/api-catalog, die feste Adresse, an der ein Programm nach den Schnittstellen einer Website fragt.
Die Abfragen wissen nichts, was nicht auch in den Dateien oben steht; sie lesen eine Datei, die derselbe Build aus demselben Bestand schreibt, und schreiben nichts. Es gibt keinen Schlüssel. Die Inhalte stehen ohnehin frei auf jeder Seite, und eine Hürde vor der Abfrage würde nur den bequemen Weg versperren, nicht die Nutzung. Begrenzt ist, was eine einzelne Anfrage verlangen darf.
Quellen, die erreichbar bleiben
Eine Quelle, die nicht mehr erreichbar ist, belegt nichts mehr. Deshalb fragt jeden Morgen ein Prüflauf jede zitierte Adresse ab und schreibt das Ergebnis ins Repository. Von den 3.644 Quellen gelten 3.341 als erreichbar. Eine Abweisung, die der Prüflauf aus seinem Rechenzentrum bekommt, überschreibt dabei keine frühere erfolgreiche Messung. Manche Server weisen automatische Abrufe ab, obwohl die Seite für Menschen lesbar ist; 122 Quellen gelten trotzdem als geprüft, weil ein Abruf ihren Text geliefert hat und die Belegstelle wörtlich darin stand, und 53 hat ein Mensch von Hand bestätigt. Was danach noch fehlt, steht im Lückenbericht und auf der Transparenzseite.
Keine Umwege um ein Nein
Footnoted fälscht keinen Browser, übergeht keine robots.txt, umgeht keine Paywall und wechselt keine Adressen, um eine Sperre zu umgehen. Der Grund ist nicht nur die Regel. Ein Beleg, der nur über einen Umweg erreichbar ist, den wir gebaut haben, ist für den Leser kein Beleg: Er klickt die Fußnote an und bekommt dieselbe Abweisung. Wir hätten den Beleg, aber nicht die Nachprüfbarkeit — und die ist hier der ganze Punkt.
Erlaubt ist alles, was ein Server freiwillig ausliefert: sich mit Namen und Adresse zu erkennen geben, eine Seite rendern, die JavaScript braucht, langsamer anklopfen. Eine Ausnahme ist ausdrücklich beschlossen: Weist ein Server einen Abruf mit HTTP 403 ab, darf ein externer Abrufdienst folgen, der seinerseits robots.txt beachtet; Anmeldung, Paywall und Abfragen, die einen Menschen verlangen, bleiben ausgeschlossen. Jeder solche Versuch steht im Log — 2.554 vergebliche Abrufe sind dort derzeit verzeichnet, mit Grund und mit den Umwegen, die geprüft wurden.
Was über Leser erhoben wird
Die Seitenaufrufe zählt ein Werkzeug des Hosters, das nichts auf dem Gerät des Lesers speichert; eine weitergehende Messung lädt erst nach Einwilligung. Was dabei verarbeitet wird, steht in der Datenschutzerklärung, und was gemessen wurde, steht öffentlich auf der Transparenzseite. Die Übersetzung ist ein Link und kein eingebettetes Programm: Die Verbindung zu einem Übersetzungsdienst entsteht erst, wenn jemand ihn anklickt.
Wie aus einer Quelle ein Eintrag wird, beschreibt Wie Footnoted belegt.
Worauf diese Seite sich stützt
Statt fremder Quellen: die Dateien im Repository, aus denen die Aussagen und Zahlen stammen.
LICENSE-CONTENT— der Lizenztext für die Inhaltesrc/license.ts— die eine Stelle, aus der jede Lizenzangabe stammt.github/workflows/quellen.yml— der tägliche Prüflauf über alle Quellendata/quellen.json— das Ergebnis dieses Prüflaufs, je Quelledata/nicht-erreichbar.json— jeder vergebliche Abruf, mit Grundsrc/graph.ts— wie der Bestand zum Graphen wirdsrc/query.ts— was die Abfragen antworten und wo ihre Grenzen liegenapi/v1.ts— die Funktion, die die Abfragen ausliefertsrc/openapi.ts— die Abfragen als OpenAPI und der Katalog unter /.well-known/
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