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  "id": "haram-von-medina-7-jh",
  "title": "Haram von Medina: Muhammad verbietet dort Baumfällen und Jagd",
  "date": "0622-01-01",
  "summary": "Im frühen 7. Jahrhundert erklärt Muhammad Medina zum Schutzbezirk: Zwischen den Lavafeldern dürfen keine Bäume gefällt und kein Wild getötet werden. Bei al-Naqīʿ richtet er einen ḥimā für die Reiterei ein.",
  "body": "Im frühen 7. Jahrhundert, bald nachdem sich die Muslime in Medina niedergelassen hatten, ließ Muhammad die natürlichen Ressourcen der Umgebung erfassen und als ḥimā, als geschützten Ort, ausweisen.[^s2] Nach einer Überlieferung in der Sammlung Sahih Muslim erklärte er das Gebiet zwischen den beiden Lavafeldern Medinas für unverletzlich: Seine Bäume dürften nicht gefällt und sein Wild nicht getötet werden.[^s1][^s2] Mekka und Medina machte er zu zwei unverletzlichen Bezirken, ḥaram genannt.[^s3] Bei al-Naqīʿ nahe Medina richtete Muhammad außerdem einen ḥimā für seine Reiterei ein.[^s3][^s4]\n\nDen ḥimā gab es schon im vorislamischen Arabien, und er hatte wohl einen weltlichen Ursprung.[^s3] Mächtige Nomadenfürsten behielten sich damit die Weide- und Wasserrechte an ergiebigen Weiden vor, um ihre Herden vor den Folgen der Dürre zu schützen.[^s3] Nach dem Rechtsgelehrten al-Šāfiʿī, der 820 starb, sah die einfache Bevölkerung im vorislamischen ḥimā weithin ein Mittel der Unterdrückung.[^s3] Muhammad machte aus dem privaten Gebiet ein öffentliches Gut, an dem jedes Mitglied der Gemeinschaft Anteil hatte.[^s2] Ein bekannter Ausspruch lautet, niemand außer Gott und seinem Gesandten dürfe einen Ort zum ḥimā erklären.[^s2][^s3]\n\nDie Kalifen nach ihm richteten weitere ḥimās ein, für die Reiterei, für die als Almosen bestimmten Kamele und für das Vieh der Armen.[^s3] Unter dem Kalifen ʿUmar ibn al-Ḫaṭṭāb, der von 634 bis 644 regierte, ertappte Saʿd ibn Abī Waqqāṣ einen Sklaven beim Fällen von Bäumen im ḥimā, schlug ihn und nahm ihm die Axt ab.[^s3] Die Einrichtung bestand bis in die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts fort[^s3] und ging im Lauf dieses Jahrhunderts zurück.[^s4]\n\nWie weit die Verbote um Medina reichten, beschreiben die Quellen verschieden: Die Überlieferung nennt das Gebiet zwischen den beiden Lavafeldern,[^s1] der Historiker Lutfallah Gari einen Umkreis von vier Meilen für die Jagd und von zwölf Meilen für das Zerstören von Pflanzen.[^s3]",
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      "title": "A History of the Himā Conservation System (Lutfallah Gari, Environment and History 12.2, 2006)",
      "publisher": "The White Horse Press / Environment & Society Portal",
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      "title": "How Green Is Your Deen? Environmentalism in Islam",
      "publisher": "Smithsonian Center for Folklife and Cultural Heritage",
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      "note": "Auch dort reservierte ein Herrscher Bäume, allerdings für den eigenen Bedarf und nicht für die Gemeinschaft."
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      "note": "Ein älterer Schutz von Bäumen, der wie der ḥaram religiös begründet war."
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      "note": "Das Gegenstück: ein Gebiet, das der Herrscher für die eigene Jagd vorbehielt, wie die vorislamischen ḥimās."
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