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Justinians Institutionen: Luft, Wasser und Meer gehören allen

Belegt durch 7 unabhängige Quellen

ZeitalterMittelalter

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Am 30. Dezember 533 erhielten Justinians Institutionen Gesetzeskraft. Sie erklären Luft, fließendes Wasser, Meer und Küste nach Naturrecht zum Gut aller; auf die Stelle beruft sich später die Public Trust Doctrine des US-Rechts.

Am 30. Dezember 533 erhielten Justinians Institutionen zusammen mit den Digesten Gesetzeskraft.34 Als Lehrbuch für angehende Juristen waren sie schon seit dem 21. November 533 im Gebrauch.3 Im zweiten Buch heißt es, nach Naturrecht seien Luft, fließendes Wasser, das Meer und damit die Meeresküsten allen gemeinsam.12 Niemandem dürfe deshalb der Zugang zur Küste verwehrt werden, solange er Häuser, Denkmäler und Bauten nicht beschädige.2 Flüsse und Häfen dagegen ordnet der Text als öffentlich ein.1

Zwei Drittel der Institutionen bestehen aus wörtlichen Zitaten aus den Institutionen des Juristen Gaius.3 Die Gruppe der allen gemeinsamen Dinge, die , übernahm Justinian aus den Institutionen des Juristen Marcian und setzte sie in seine Institutionen wie in die Digesten.7 Terrazas Ponce hält es für wahrscheinlich, dass Marcian das fließende Wasser in diese Gruppe aufnahm; anerkannt war die Gruppe unter anderem Namen schon in klassischer Zeit.7

Für die des US-Rechts wird fast nur diese kurze Stelle als Beleg römischer Wurzeln angeführt.5 Den Kern der Doktrin formulierte der Supreme Court 1892 im Fall Illinois Central Railroad.5 Das Urteil beschreibt ein Eigentum, das der Staat treuhänderisch für die Menschen hält, damit sie die Gewässer befahren, Handel treiben und dort fischen können.6 Joseph Sax führte in seinem Aufsatz zur Doktrin die Institutionen nur knapp als Beleg an.5 Im Jahr darauf erklärte er in einem Buch, die Doktrin sei im Recht des Römischen Reiches entstanden.5 Später riet er selbst, den Kern des Treuhandgedankens weder im römischen Recht noch im englischen zu suchen.5 McGinn und Ruhl halten die Stelle allein für zu schwach, um die beiden Grundsätze des Illinois-Central-Urteils zu tragen.5

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