In Montreal einigen sich die Staaten darauf, bis 2030 ein Drittel der Erde unter Schutz zu stellen
Am 19. Dezember 2022 beschloss die Weltnaturkonferenz COP15 in Montreal den Kunming-Montreal-Rahmen mit 23 Zielen bis 2030. Dazu gehört der Schutz von 30 Prozent der Land- und Meeresflächen. Der Rahmen ersetzt die Aichi-Ziele von 2010, von denen keines vollständig erreicht wurde.
Am 19. Dezember 2022 nahm die 15. Vertragsstaatenkonferenz der UN-Biodiversitätskonvention in Montreal den Kunming-Montreal-Rahmen für die globale Biodiversität an, mit vier Zielen und 23 Vorgaben bis 2030.1 Beschlossen wurde er nach Mongabay in den frühen Morgenstunden des 19. Dezember, unter Beifall und gegen Einwände der Demokratischen Republik Kongo.2 Den Vorsitz hatte China, Gastgeber war Kanada.1 Der zweite Teil der Konferenz sollte ursprünglich im April und Mai 2022 in Kunming stattfinden und wurde wegen anhaltender Covid-19-Beschränkungen nach Montreal verlegt.3
Die bekannteste Vorgabe verlangt, bis 2030 mindestens 30 Prozent der Land-, Binnengewässer-, Küsten- und Meeresflächen wirksam zu schützen und zu verwalten; geschützt waren damals 17 Prozent der Landfläche und 10 Prozent der Meere.1 Aus allen Quellen sollen bis 2030 mindestens 200 Milliarden US-Dollar im Jahr für die Biodiversität aufgebracht werden.1 Die Mittel, die Industriestaaten Entwicklungsländern geben, sollen bis 2025 auf mindestens 20 Milliarden und bis 2030 auf mindestens 30 Milliarden US-Dollar im Jahr steigen.1,2 Subventionen, die der Artenvielfalt schaden, sollen bis 2030 um mindestens 500 Milliarden US-Dollar im Jahr abgebaut oder umgestaltet werden.1 Rechtlich bindend ist nach Carbon Brief keiner der Beschlüsse der Konvention.3
Der Rahmen ersetzt die , die 2010 in Nagoya beschlossen worden waren.2,3 Nach dem fünften Global Biodiversity Outlook von 2020 waren von deren 20 Zielen sechs teilweise und keines vollständig erreicht worden.4
Siehe auch
- Das Montrealer Protokoll verbietet schrittweise die Stoffe, die die Ozonschicht zerstören 1987 Fünfunddreißig Jahre zuvor war in derselben Stadt das Ozonabkommen beschlossen worden.
Hierher verwiesen
- Endangered Species Act: Streichung von „harm“ kommt vor Gericht 2026 Während dort Staaten mehr Schutzfläche zusagen, nehmen die USA den Lebensraum aus dem Tötungsverbot heraus.
- Das UN-Abkommen zum Schutz der Artenvielfalt auf der Hohen See tritt 2026 in Kraft 2026 Das 30-Prozent-Ziel für Meeresflächen lässt sich ohne Schutzgebiete auf der Hohen See nicht erreichen.
- Schweden richtet 1909 die ersten Nationalparks Europas ein 1909 Aus einzelnen Parks wird ein gemeinsames Flächenziel der Staaten für Schutzgebiete.
- Mit Yellowstone richten die USA 1872 den ersten Nationalpark ein 1872 150 Jahre später setzen sich die Staaten ein gemeinsames Flächenziel für Schutzgebiete.
- Im Wald von Jaktorów stirbt 1627 die letzte bekannte Auerochsenkuh 1627 Was in Jaktorów ein König für eine einzige Art versuchte, verabreden dort die Staaten für die Artenvielfalt insgesamt.
- Erstes Litauisches Statut schützt ab 1529 den Wisent 1529 Aus dem Schutz einer Jagdart wird dort ein Flächenziel für die Artenvielfalt insgesamt.
- Ashokas fünftes Säulenedikt verbietet das Töten vieler Tierarten 242 v. Chr. Statt eines Königs mit einer Artenliste verabreden dort Staaten Ziele für die Artenvielfalt insgesamt.