Das Montrealer Protokoll verbietet schrittweise die Stoffe, die die Ozonschicht zerstören
Am 16. September 1987 wurde in Montreal das Protokoll über Stoffe angenommen, die zum Abbau der Ozonschicht führen. Es trat 1989 in Kraft, wurde 2009 als erster UN-Vertrag von allen Staaten ratifiziert, und die Ozonschicht soll sich bis etwa 2066 erholen.
Am 16. September 1987 wurde in Montreal das Protokoll über Stoffe angenommen, die zum Abbau der Ozonschicht führen.1,5 Beschlossen hatte es eine Konferenz zum Wiener Übereinkommen zum Schutz der Ozonschicht, die vom 14. bis 16. September 1987 in Montreal tagte.1 Zunächst unterzeichneten 46 Staaten.1,5 Das Protokoll trat am 1. Januar 1989 in Kraft.1,5
Das Wiener Übereinkommen selbst war am 22. März 1985 von 28 Staaten angenommen und unterzeichnet worden.6 Über der britischen Forschungsstation Halley in der Antarktis war die Ozonschicht bis 1984 auf etwa zwei Drittel ihrer früheren Dicke geschrumpft; die Messungen erschienen im Mai 1985.3 Britannica führt die Entdeckung eines „Lochs“ in der Ozonschicht über der Antarktis auf den British Antarctic Survey zurück, der seine Ergebnisse in Nature veröffentlichte.5 Die Forschung war sich nach UK Research and Innovation rasch einig, dass Fluorchlorkohlenwasserstoffe () aus Spraydosen und Kühlgeräten verantwortlich waren, und die Arbeit führte direkt zum Protokoll von 1987.3
Am 16. September 2009 wurden das Wiener Übereinkommen und das Montrealer Protokoll die ersten Verträge in der Geschichte der Vereinten Nationen, die alle Staaten ratifiziert hatten.6 Heute zählen beide 198 Vertragsparteien.2,1 Nach dem Ozonsekretariat sind 99 Prozent der ozonabbauenden Stoffe aus dem Verkehr gezogen.2 Die 2016 beschlossene Kigali-Änderung nahm 18 teilfluorierte Kohlenwasserstoffe (HFKW) in die Liste auf und trat am 1. Januar 2019 in Kraft.2 Nach dem wissenschaftlichen Bewertungsgremium des Protokolls vermeidet sie bis 2100 eine Erwärmung um 0,3 bis 0,5 Grad.4 Hält die Einhaltung an, soll die Ozonschicht die Werte von 1980 um 2066 über der Antarktis, um 2045 über der Arktis und um 2040 im übrigen Gebiet wieder erreichen.4,2 Ältere Schätzungen, die Britannica wiedergibt, lagen bei Mitte der 2030er Jahre für die Arktis und den 2060er Jahren für die Antarktis.5
Siehe auch
- Klimawandel Klimarahmenkonvention setzt ein Klimaziel, nennt aber keine Zahl 1992 Mit der Kigali-Änderung schützt das Ozonabkommen auch das Klima; der Klimavertrag folgte fünf Jahre später.
Hierher verwiesen
- Das UN-Abkommen zum Schutz der Artenvielfalt auf der Hohen See tritt 2026 in Kraft 2026 Auch hier entscheidet eine Zahl von Ratifikationen, wann ein Umweltvertrag gilt.
- In Montreal einigen sich die Staaten darauf, bis 2030 ein Drittel der Erde unter Schutz zu stellen 2022 Fünfunddreißig Jahre zuvor war in derselben Stadt das Ozonabkommen beschlossen worden.