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Aichi-Ziele
Zwanzig Ziele zum Schutz der biologischen Vielfalt, die die Vertragsstaaten der Biodiversitätskonvention 2010 in Nagoya für das Jahr 2020 beschlossen. Im Eintrag: In Montreal einigen sich die Staaten darauf, bis 2030 ein Drittel der Erde unter Schutz zu stellen →
FCKW
Fluorchlorkohlenwasserstoffe, früher in Spraydosen und Kühlgeräten verwendet. In der Stratosphäre setzen sie Chlor frei, das Ozon abbaut. Im Eintrag: Das Montrealer Protokoll verbietet schrittweise die Stoffe, die die Ozonschicht zerstören →
Forsteinrichtung
Die Planung der Waldbewirtschaftung auf Grundlage von Vermessung und Bestandsaufnahme. Sie legt fest, wie viel Holz in einem Zeitraum geschlagen werden darf, ohne den Wald zu übernutzen. Im Eintrag: Heinrich Cotta bringt 1811 seine Forstlehranstalt nach Tharandt →
Ḥimā
Arabisch für einen geschützten Ort: ein Weide- oder Waldgebiet, dessen Nutzung eingeschränkt ist. Im vorislamischen Arabien behielten sich Stammesfürsten damit Weiden vor; im Islam wurde der ḥimā zu einem Gut der Gemeinschaft. Im Eintrag: Haram von Medina: Muhammad verbietet dort Baumfällen und Jagd →
Königsforst
Gebiet im mittelalterlichen England, in dem das königliche Forstrecht galt. Es umfasste nicht nur Wald, sondern auch Grasland, Äcker, Gewässer und Teile von Städten. Im Eintrag: Charter of the Forest verkleinert 1217 die Königsforste Englands →
Lucus
Lateinisch für einen Hain, der einer Gottheit geweiht ist. Wer ihn verletzte, schuldete der Gottheit ein Sühneopfer. Im Eintrag: Lex luci Spoletina schützt einen heiligen Hain bei Spoleto →
Moriai
Die heiligen Ölbäume der Athena in Attika. Aus ihrem Öl stammten die Preise für die Sieger der Panathenäen. Im Eintrag: Lysias’ Ölbaumrede verteidigt einen Athener gegen Baumfrevel →
Nachhaltigkeit
Ursprünglich ein Grundsatz der Forstwirtschaft: nicht mehr Holz zu schlagen, als nachwächst. Heute allgemein ein Wirtschaften, das die Grundlagen künftiger Nutzung nicht aufbraucht. Im Eintrag: Hans Carl von Carlowitz fordert 1713 eine „nachhaltende Nutzung“ des Waldes →
Public Trust Doctrine
Grundsatz des US-Rechts, nach dem der Staat bestimmte Gewässer treuhänderisch für die Öffentlichkeit hält, damit sie dort fahren, Handel treiben und fischen kann. Im Eintrag: Justinians Institutionen: Luft, Wasser und Meer gehören allen →
res communes omnium
Im römischen Recht die Dinge, die nach Naturrecht allen Menschen gemeinsam sind: Luft, fließendes Wasser, das Meer und die Meeresküste. Im Eintrag: Justinians Institutionen: Luft, Wasser und Meer gehören allen →
Seekohle
Englisch „sea coal“: Steinkohle, die im Mittelalter per Schiff aus der Gegend um Newcastle nach London kam. Sie war billiger als Holz, ihr Rauch aber schmutziger. Im Eintrag: Edward I. verbietet um 1306/07 in London das Verbrennen von Seekohle →
Yueling
Chinesische Monatsverordnungen, die für jeden Monat festlegen, was zu tun und zu unterlassen ist. Am bekanntesten ist das gleichnamige Kapitel des Liji. Im Eintrag: Xuanquan-Edikt von 5 n. Chr. schont Bäume, Tiere und Teiche →