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  "title": "Hadrians Waldinschriften im Libanon reservieren vier Baumarten",
  "date": "0118-01-01",
  "summary": "Im 2. Jahrhundert n. Chr. ließ Kaiser Hadrian im Libanongebirge Wälder mit Felsinschriften als kaiserlichen Besitz abgrenzen. Vier Baumarten waren vorbehalten; wozu, deuten die Quellen verschieden.",
  "body": "Im Libanongebirge kennzeichnen in den Fels gehauene lateinische Inschriften Wälder als Besitz des römischen Kaisers Hadrian.[^s1][^s2][^s3] Sie stammen aus dem 2. Jahrhundert n. Chr.;[^s3][^s4] eine Quelle nennt das Jahr 118.[^s4] Bekannt sind etwa 200 solcher Markierungen, die meisten in den gewachsenen Fels gehauen, andere als einzelne Steine.[^s1][^s3] Die häufigste Formel lautet abgekürzt „IMP HAD AVG DFS AGIV CP“: Grenze der Wälder des Kaisers Hadrian Augustus, vier Baumarten sind vorbehalten.[^s1]\n\nSchon im 1. Jahrhundert n. Chr. waren die Wälder des Libanon knapp geworden.[^s2] Die römische Ausdehnung nach Phönizien und Syrien und der Bau von Schiffen und Befestigungen trieben die Nachfrage nach Zedernholz in die Höhe.[^s2] Hadrian ließ die Zedernwälder abgrenzen und ihren Rand mit beschrifteten Grenzsteinen markieren.[^s5] Die Inschriften liegen zwischen 270 und 2311 Metern Höhe; mit ihnen lassen sich die Grenzen des antiken Waldes ungefähr nachzeichnen.[^s1] Inschriften dieser Art sind aus keinem anderen Teil des Römischen Reichs bekannt.[^s1] Zwei der Steine stehen im Museum der American University of Beirut.[^s3]\n\nWelche vier Arten vorbehalten waren, ist nicht bekannt; als wahrscheinlich gelten Zeder, Eiche, Zypresse und Tanne oder Wacholder, die sich für den Schiffbau eigneten.[^s1] Die übrigen Arten durften ohne Erlaubnis des Kaisers oder seiner Prokuratoren geschlagen werden.[^s1] Acht Inschriften tragen das Kürzel VIG, das Breton 1980 als vigilarium deutete, als Posten der Waldaufsicht.[^s1] Über den Zweck gehen die Darstellungen auseinander: Following Hadrian nennt das Holz für die Flotte,[^s1] ein Beitrag der American University of Beirut zitiert die Deutung, Hadrian habe die restlichen Wälder als private Jagdgründe beansprucht,[^s2] und ein Aufsatz in PLOS ONE schreibt, er habe die Wälder erhalten wollen.[^s5]",
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      "title": "The Cedars (Bcharreh)",
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      "title": "Dendrochronological evidence for long-distance timber trading in the Roman Empire",
      "publisher": "PLOS ONE",
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      "note": "Auch dort legt ein Herrscher in Stein gehauen fest, was geschont werden muss."
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      "note": "Wieder fehlt einer Seemacht das Holz für ihre Schiffe, diesmal England."
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      "note": "Rund fünf Jahrhunderte früher beschreibt Platon, wie Attikas Berge ihren Wald verloren."
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    "title": "Umwelt"
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      "title": "Charter of the Forest verkleinert 1217 die Königsforste Englands",
      "note": "Auch dort behielt sich ein Herrscher Bäume vor; die Charter nahm solche Vorbehalte zurück."
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      "title": "New Forest wird 1079 Jagdforst Wilhelms des Eroberers",
      "note": "Ein Kaiser behält sich Bäume vor, wie hier ein König sich Wild und Wald vorbehält."
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      "title": "Ines Gesetze für Wessex bestrafen Brand und Fällen im Wald",
      "note": "Ein früheres Herrschergebot, das bestimmte Bäume vor dem Fällen schützt."
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      "title": "Haram von Medina: Muhammad verbietet dort Baumfällen und Jagd",
      "note": "Auch dort reservierte ein Herrscher Bäume, allerdings für den eigenen Bedarf und nicht für die Gemeinschaft."
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      "title": "Justinians Institutionen: Luft, Wasser und Meer gehören allen",
      "note": "Römisches Recht über Natur aus dem 2. Jahrhundert: Bäume als Reservat des Kaisers statt als Gut aller."
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      "title": "Xuanquan-Edikt von 5 n. Chr. schont Bäume, Tiere und Teiche",
      "note": "Gut hundert Jahre später schützen Inschriften im Libanon Bäume im Namen eines Kaisers."
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      "title": "Lex luci Spoletina schützt einen heiligen Hain bei Spoleto",
      "note": "Auch dort markieren Inschriften im Gelände, welcher Wald geschützt ist."
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      "title": "Platons „Kritias“ beschreibt, wie Attika Wald und Boden verlor",
      "note": "Rund fünf Jahrhunderte später lässt ein Kaiser die übrig gebliebenen Wälder eines Gebirges abgrenzen."
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  "creditText": "Footnoted — footnoted.net",
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