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Shubayqa 1: Jäger und Sammler backten vor 14.400 Jahren Brot

Belegt durch 5 unabhängige Quellen

ZeitalterUrgeschichte

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In Shubayqa 1 im Nordosten Jordaniens fanden Archäologen Reste von Brot, das Jäger und Sammler vor 14.400 Jahren buken. Es ist mindestens 4.000 Jahre älter als der Ackerbau.

In der natufischen Fundstelle Shubayqa 1 im Nordosten Jordaniens fanden Archäologen verkohlte Reste von Brot, das vor 14.400 Jahren gebacken wurde.325 Die Fundstelle selbst ist auf 14.600 bis 11.600 Jahre vor 1950 datiert (cal BP).1 Untersucht wurden 24 verkohlte Speisereste aus zwei Feuerstellen.13 Die Grabung leitete Tobias Richter von der Universität Kopenhagen.25

Das Mehl stammte von wilden Vorfahren heutiger Getreide wie Gerste, Einkorn und Hafer, die gemahlen, gesiebt und geknetet wurden, bevor man sie buk.2 Dazu kam Mehl aus den Knollen einer Strandsimse (Bolboschoenus glaucus), einer Wasserpflanze aus der Familie des Papyrus.14 Die Autoren sprechen von brotähnlichen Fladen, gebacken vermutlich auf einem heißen Stein.14

Es ist der älteste direkte Nachweis von Brot, der bisher gefunden wurde, und er liegt mindestens 4.000 Jahre vor dem Beginn des Ackerbaus.215 Ältere Belege für Brot stammten bis dahin aus jungsteinzeitlichen Fundstellen in der Türkei und den Niederlanden.3 Zu ihnen gehört Çatalhöyük in Anatolien, rund 9.000 Jahre alt.4

Ob das Brot dazu beitrug, dass Menschen Getreide anzubauen begannen, ist offen.2 Richter hält es für möglich, dass die aufwendige Herstellung von Brot aus Wildgetreide eine der treibenden Kräfte dafür war.2 Die Studie selbst hält es dagegen für wahrscheinlich, dass Brot erst zum Grundnahrungsmittel wurde, als der Ackerbau fest etabliert war.1

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