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Flöten von Eynan-Mallaha ahmen vor 12.000 Jahren Greifvögel nach

Belegt durch 4 unabhängige Quellen

ZeitalterUrgeschichte

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In Eynan-Mallaha im Norden Israels lagen sieben kleine Flöten aus Vogelknochen, die vor mehr als 12.000 Jahren entstanden. Ihre Töne ähneln den Rufen von Turmfalke und Sperber.

In der natufischen Fundstätte Eynan-Mallaha im Norden Israels haben Forscher sieben aus durchbohrten Vogelknochen bestimmt.12 Sie wurden vor mehr als 12.000 Jahren gezielt hergestellt und erzeugen Töne, die den Rufen von Greifvögeln ähneln.13 Eines der Stücke ist vollständig erhalten, die übrigen sechs sind Bruchstücke.12 Die Studie dazu erschien am 9. Juni 2023 in der Zeitschrift Scientific Reports.1

Geschnitzt sind die Instrumente aus Flügelknochen zweier Wasservögel, der Krickente und des Blässhuhns.12 Unter den verglichenen Vogelrufen ergeben nur die von Turmfalke und Sperber ähnliche Klangspektren.1 Die Knochen stammen aus der spätnatufischen Schicht Ib, die kalibriert zwischen 10.730 und 9760 v. Chr. datiert ist.1 Gegraben hatten dort von 1996 bis 2005 François Valla und Hamudi Khalaily.1 Das vollständige Stück wurde 1998 geborgen und war dabei in drei Teile zerbrochen.1

Als Lockpfeifen für die Jagd wären die Instrumente wenig wirksam gewesen, denn am Fundort sind nur drei der nachgeahmten Greifvögel nachgewiesen.1 Die Autoren vermuten deshalb, dass sie der Verständigung, dem Anlocken von Beute oder dem Musizieren dienten.1 Nach dem Erstautor Laurent Davin sind es die einzigen klar bestimmten Klanginstrumente aus der Vorgeschichte der Levante und die ältesten bekannten, die Vogelrufe nachahmen.3 Älter sind die Flöten aus Vogelknochen und Mammutelfenbein von der Schwäbischen Alb, die auf rund 40.000 Jahre datiert sind.1 Die Autoren rechnen damit, dass ähnliche Instrumente noch unerkannt unter den Vogelknochen anderer natufischer Fundstätten liegen.1 Die Grabung in Eynan-Mallaha lief 2023 weiter, geleitet von Fanny Bocquentin vom CNRS und Lior Weisbrod von der israelischen Antikenbehörde.4

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