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Ohalo II: Wildgetreide auf einem Mahlstein vor 23.000 Jahren

Belegt durch 5 unabhängige Quellen

ZeitalterUrgeschichte

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In Ohalo II am See Genezareth mahlten Menschen vor rund 23.000 Jahren wilde Gerste auf einem Stein. Die Studie in Nature nannte das den frühesten direkten Beleg für das Verarbeiten von Grassamen.

Auf einem Mahlstein aus Ohalo II, einem Lagerplatz von Jägern, Fischern und Sammlern in Israel, fanden Forschende Stärkekörner wilder Gerste und möglicherweise Weizens.13 Der Lagerplatz am Ufer des Sees Genezareth ist rund 23.000 Jahre alt.24 Die Studie in der Zeitschrift Nature nannte den Fund den frühesten direkten Beleg dafür, dass Menschen Grassamen verarbeiteten.1

In den Ritzen des Steins, der in den Resten einer Hütte lag, steckten 150 Stärkekörner.2 Stärke von Wurzeln oder Knollen fand sich nicht; der Stein diente offenbar nur dazu, Getreide zu verarbeiten.2 Dazu fand sich ein ofenartiger Herd, was darauf hindeutet, dass ein Teig aus dem Mehl gebacken wurde.1 Wildes Getreide wurde demnach mindestens 12.000 Jahre vor seiner Domestizierung in Südwestasien regelmäßig verarbeitet und gekocht.1 Eine spätere Untersuchung desselben Steins wies auch Hafer nach.3

Entdeckt wurde die Stätte 1989, als der Wasserspiegel des Sees nach Jahren der Dürre und starkem Abpumpen drastisch sank.4 Die Pflanzenreste zeigen, dass die Bewohner über 140 Pflanzenarten sammelten.4 Zwischen den Samen von wildem Emmer, Gerste und Hafer fand eine weitere Studie 13 heute verbreitete Unkräuter.4 Ihre Autoren vermuten einen kleinräumigen Anbauversuch, betonen aber, dass sie Weizen und Gerste von Ohalo II nicht für domestiziert halten.4 Der Sender PBS berichtete dagegen, der Ackerbau habe womöglich schon vor 23.000 Jahren begonnen, rund 11.000 Jahre früher als gedacht, und sei dann wieder verschwunden.5

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