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Xianrendong: Keramik zum Kochen schon vor 20.000 Jahren

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ZeitalterUrgeschichte

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Keramikscherben aus der Xianrendong-Höhle in China sind rund 20.000 Jahre alt. Jäger und Sammler stellten die Gefäße mehr als zehn Jahrtausende vor dem Ackerbau her, vermutlich zum Kochen.

Keramikscherben aus der Xianrendong-Höhle in der chinesischen Provinz Jiangxi stammen aus Schichten, die auf 20.000 bis 19.000 Kalenderjahre vor heute datiert sind.1 Sie sind damit 2.000 bis 3.000 Jahre älter als andere Keramik aus Ostasien und anderen Regionen.1 Die Scherben tragen Brandspuren, weil sie über das Feuer gestellt wurden.2 Die Datierung beschrieb eine Gruppe um die Archäologin Wu Xiaohong von der Peking-Universität in der Zeitschrift Science.23

Die Forscher nahmen 45 Proben von Knochen und Holzkohle aus früher ausgegrabenen Bodenschichten.2 Ausgegraben worden war die Höhle in den 1960er- und erneut in den 1990er-Jahren.3 Drei Labore, eines in China und zwei in den USA, maßen die Proben mit der Radiokarbonmethode; danach nutzten Menschen die Höhle etwa von 29.000 bis 17.500 Jahren vor heute.2 Wu sagte, einige Forscher hätten die Scherben schon früher auf 20.000 Jahre geschätzt, daran aber gezweifelt.3

Hergestellt wurden die Gefäße von umherziehenden Jägern und Sammlern während des letzten Kältemaximums der Eiszeit.1 Sie könnten zum Kochen gedient haben.1 Keramik entstand damit zehn Jahrtausende oder mehr vor der Landwirtschaft.1 Bis etwa ein Jahrzehnt vor der Studie galt, dass Menschen erst vor rund 10.000 Jahren mit dem Ackerbau begannen, Tongefäße zu brennen.2 Der nicht beteiligte Archäologe T. Douglas Price sieht in der frühen chinesischen Keramik keine erkennbare Verbindung zu den Anfängen von Landwirtschaft oder Sesshaftigkeit.2 Der Forscher Zhijun Zhao vermutet, die Gefäße hätten vielen Zwecken gedient, etwa dem Kochen von Muscheln und Schnecken.4

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