Zeitalter nach der europäischen Epocheneinteilung der Geschichtswissenschaft. Sie werden aus dem Datum eines Eintrags berechnet und sind ein Zeitband: Ein Eintrag aus China oder Mesoamerika liegt im selben Band, gehört deshalb aber nicht zur europäischen Geschichte.
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1345 v. Chr.
Grenzstelen von Achet-Aton: Echnaton steckt die Stadt des Aton ab
Im fünften Regierungsjahr ließ Echnaton die Grenzen seiner neuen Hauptstadt Achet-Aton auf Stelen verkünden. Die Stadt sollte dem Aton dienen, fern von Theben und der Priesterschaft des Amun. -
1330 v. Chr.
Restaurationsstele: Tutanchamun stellt die alten Kulte wieder her
Auf einer Granitstele in Karnak verkündet Tutanchamun im 14. Jahrhundert v. Chr., er habe die unter Echnaton verfallenen Tempel wiederhergestellt. Später setzte Haremhab seinen eigenen Namen ein. -
1310 v. Chr.
Pestgebete Muršilis II.: Hethiterkönig bekennt Schuld des Vaters
Im späten 14. Jahrhundert v. Chr. bat der Hethiterkönig Muršili II. die Götter, eine Seuche zu beenden, die sein Reich seit zwanzig Jahren heimsuchte. Die Ursache suchte er in den Vergehen seines Vaters. -
840 v. Chr.
Mescha-Stele: Moabs König dankt Kemosch für den Sieg über Israel
Auf der Mescha-Stele aus dem 9. Jahrhundert v. Chr. dankt König Mescha von Moab seinem Gott Kemosch für die Befreiung von Israel. Sie nennt auch Jahwe und gilt als ältester Beleg dieses Gottesnamens. -
622 v. Chr.
Joschija zentralisiert um 622 v. Chr. den Kult in Jerusalem
Im achtzehnten Regierungsjahr des Königs Joschija von Juda, meist auf 622 v. Chr. datiert, wurde im Jerusalemer Tempel ein Gesetzbuch gefunden. Joschija ließ daraufhin die Kultstätten im Land zerstören und den Gottesdienst auf Jerusalem beschränken. -
539 v. Chr.
Kyros-Zylinder: Der Perserkönig lässt Götterbilder heimkehren
Nach der Eroberung Babylons 539 v. Chr. rühmt sich Kyros II. auf einem Tonzylinder, Götterbilder und Verschleppte heimkehren zu lassen. Als erste Menschenrechtscharta gilt er zu Unrecht. -
260 v. Chr.
Ashoka-Edikt XII verlangt Achtung vor allen Glaubensrichtungen
Im 3. Jahrhundert v. Chr. ließ der indische König Ashoka in Fels schreiben, er ehre alle Glaubensgemeinschaften. Niemand solle ohne Grund die eigene loben oder die fremde herabsetzen. -
164 v. Chr.
Chanukka: Die Makkabäer weihen 164 v. Chr. den Tempel neu
164 v. Chr. weihten Judas Makkabäus und seine Anhänger den Tempel in Jerusalem neu, den Antiochos IV. drei Jahre zuvor dem Zeus geweiht hatte. Daran erinnert das Fest Chanukka. -
64
Nach dem Brand Roms 64 macht Nero die Christen verantwortlich
Nach dem Brand Roms im Juli 64 schob Kaiser Nero die Schuld auf die Christen und ließ nach Tacitus viele von ihnen hinrichten. Wie weit dieser Bericht die Ereignisse selbst wiedergibt, ist in der Forschung umstritten. -
250
Kaiser Decius verlangt um 250 von allen Bewohnern des Reichs ein Opfer für die Götter
Kaiser Decius befahl allen Bewohnern des Römischen Reichs, den Göttern zu opfern, nach den einen Quellen 249, nach anderen im Januar 250. Wer opferte, ließ es sich auf einem libellus bestätigen; für Christen begann damit die erste reichsweite Verfolgung. -
303
Diokletian lässt 303 die Kirche von Nikomedia abreißen und die Christen entrechten
Im Jahr 303 ließen die Kaiser in Nikomedia die Kirche abreißen und erließen ein Edikt, das den Christen Rang und Ehre nahm. Weitere Edikte folgten; beendet hat die Verfolgung erst Galerius im Jahr 311. Ob der Abriss am 23. oder am 24. Februar geschah, geben die Quellen verschieden an. -
313
Die Mailänder Vereinbarung stellt 313 die Religion frei
Anfang 313 einigten sich die Kaiser Konstantin und Licinius in Mailand darauf, allen Menschen die freie Wahl ihres Kultes zu lassen. Den Christen sollte beschlagnahmter Besitz zurückgegeben werden. Ob daraus ein „Edikt“ wurde, ist in der Forschung umstritten. -
380
Edikt von Thessaloniki schreibt 380 den nizänischen Glauben vor
Am 27. Februar 380 erließ Theodosius I. in Thessaloniki das Edikt „Cunctos populos“. Es verlangt den Glauben, zu dem sich Damasus von Rom und Petrus von Alexandria bekennen, und belegt alle anderen mit dem Makel der Häresie. -
451
Konzil von Chalcedon bekennt 451 Christus in zwei Naturen
451 bekannte das Konzil von Chalcedon Christus als einen in zwei Naturen und nahm den Lehrbrief Papst Leos I. an. Die orientalisch-orthodoxen Kirchen erkennen es bis heute nicht an.