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Kaiser Decius verlangt um 250 von allen Bewohnern des Reichs ein Opfer für die Götter

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ZeitalterAltertum

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Kaiser Decius befahl allen Bewohnern des Römischen Reichs, den Göttern zu opfern, nach den einen Quellen 249, nach anderen im Januar 250. Wer opferte, ließ es sich auf einem libellus bestätigen; für Christen begann damit die erste reichsweite Verfolgung.

Kaiser Decius befahl allen Bewohnern des Römischen Reichs, den Göttern zu opfern.23 Nach der Catholic Encyclopedia erließ er das Edikt im Januar 250,4 nach dem Forschungsprojekt Judaism and Rome schon 249.2 Die meisten Forscher setzen es nach Rives in den Dezember 249 oder den Anfang des Januars 250.6 Wer opferte, ließ es sich auf einem bestätigen; nach EBSCO sind mehr als vierzig davon erhalten, die meisten aus Ägypten.3

Ein vollständig erhaltener libellus aus Theadelphia in der Berliner Papyrussammlung trägt das Datum des 16. Juni 250.1 Bestätigt wird darin nicht nur ein Trankopfer, sondern auch das Opfer eines Tieres, von dem der Opfernde essen musste.1 Nach den Staatlichen Museen zu Berlin war ein libellus keine Bescheinigung, die der Staat ausstellte, sondern der Antrag des Opfernden, den öffentlichen Vollzug zu bestätigen.1

EBSCO nennt die Verfolgung unter Decius den ersten planmäßigen Angriff auf das Christentum im ganzen Reich.3 Als ersten Märtyrer nennt EBSCO Bischof Fabian von Rom im Januar 250;3 die Catholic Encyclopedia datiert seinen Tod auf den 20. Januar.4 In Karthago fiel nach derselben Enzyklopädie die Mehrheit der Christen ab, andere kauften Bescheinigungen, ohne geopfert zu haben.4 Wie die Abgefallenen wieder aufzunehmen seien, wurde zum Streit: Bischof Cyprian von Karthago schlug vor, Inhaber gekaufter Bescheinigungen bei Todesgefahr wieder aufzunehmen und über die übrigen nach der Verfolgung auf Konzilen zu entscheiden.4 Decius fiel 251 in der Schlacht von Abritus gegen die Goten unter Cniva.35

Der Wortlaut des Edikts ist nicht erhalten; was es verlangte, wird aus christlichen Texten und den libelli erschlossen.12 Ältere Ausleger hielten es für eine Maßnahme gegen die Christen, doch die libelli sprechen nach Judaism and Rome dagegen, weil sie Namen von Menschen tragen, die eindeutig keine Christen waren.2 Die Berliner Museen halten es für wahrscheinlicher, dass das Edikt zu den Aufrufen zu Gebets- und Dankopfern nach Siegen und anderen glücklichen Ereignissen für den Staat gehörte; ob es eine bestimmte Gruppe treffen sollte, lasse sich nicht feststellen.1

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