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Nach dem Brand Roms 64 macht Nero die Christen verantwortlich

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ZeitalterAltertum

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Nach dem Brand Roms im Juli 64 schob Kaiser Nero die Schuld auf die Christen und ließ nach Tacitus viele von ihnen hinrichten. Wie weit dieser Bericht die Ereignisse selbst wiedergibt, ist in der Forschung umstritten.

Im Juli 64 zerstörte ein Großbrand weite Teile Roms; nur vier der vierzehn Stadtbezirke blieben unversehrt.1 Die Bevölkerung gab Kaiser Nero die Schuld, und er schob sie seinerseits auf die Christen.14 Auch Sueton berichtet, unter Nero seien Strafen gegen die Christen verhängt worden, die er Anhänger eines neuen und verderblichen Aberglaubens nennt.2

Nach Tacitus wurde eine große Menge verurteilt, weniger wegen der Brandstiftung als wegen ihres Hasses auf die Menschheit.1 Die Verurteilten wurden in Tierhäute gehüllt und von Hunden zerrissen, ans Kreuz geschlagen oder bei Einbruch der Dunkelheit als nächtliche Beleuchtung verbrannt.1 Die Hinrichtungen fanden in einem Zirkus am Vatikanhügel statt, wo Neros Familie eine Villa und einen Park besaß.1 Eine frühchristliche Überlieferung fügt die Enthauptung des Paulus und die Kreuzigung des Petrus hinzu.14

Nero gilt als der erste römische Kaiser, der Christen verfolgte.4 Eine allgemeine Politik gegenüber den Christen gab es nach der Historikerin Rebecca Denova damit nicht; wenn Nero so handelte, dann allein.4 Augenzeugenberichte fehlen, und die früheste Quelle ist Tacitus, der um 110 schrieb.4

Der Historiker Brent Shaw bestritt 2015, dass Nero eine allgemeine Hinrichtung anordnete, und mit ihr die übliche Sicht, unter Nero habe die erste staatlich betriebene Verfolgung stattgefunden.3 Für dieses Ereignis sei die kurze Stelle bei Tacitus die einzige Quelle.3 Shaw hält sie wahrscheinlich für echt, sieht in ihr aber die Vorstellungen aus der Zeit ihrer Abfassung und nicht die Verhältnisse der 60er Jahre.3

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