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Joschija zentralisiert um 622 v. Chr. den Kult in Jerusalem

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ZeitalterAltertum

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Im achtzehnten Regierungsjahr des Königs Joschija von Juda, meist auf 622 v. Chr. datiert, wurde im Jerusalemer Tempel ein Gesetzbuch gefunden. Joschija ließ daraufhin die Kultstätten im Land zerstören und den Gottesdienst auf Jerusalem beschränken.

Im achtzehnten Jahr seiner Herrschaft begann König Joschija von Juda eine Reform des Kultes.3 Bei Arbeiten am Tempel, die er mit dem Hohepriester Hilkija unternahm, wurde dort „das Buch des Gesetzes“ gefunden.3 Der Fund wird auf 622 v. Chr. datiert.42 Daraufhin wurden die örtlichen Kultstätten, die Höhenheiligtümer, von Beerscheba im Süden bis Bet-El und den Städten Samariens im Norden zerstört.3 Der Gottesdienst durfte fortan nur noch im Tempel von Jerusalem stattfinden, und die Priester der aufgelösten Kultstätten wurden nach Jerusalem geholt.1 Den Abschluss bildete ein großes Paschafest in Jerusalem.3

Das gefundene Buch wird in der Forschung meist mit dem , dem fünften Buch Mose, gleichgesetzt.13 Diese Gleichsetzung schlug Wilhelm de Wette 1805 in seiner Dissertation vor.5 Die Zentralisierung des Kultes gilt als die große Neuerung des Deuteronomiums.4 Joschija setzte sie allerdings nicht ganz nach dessen Vorschriften um.4

Das Buch der Chronik lässt die Reform schon im zwölften statt im achtzehnten Regierungsjahr beginnen.3 Das Buch der Könige drängt Joschijas Wirken in ein einziges Jahr zusammen.42 Dass ein so tiefer Einschnitt durch einen zufälligen Buchfund ausgelöst worden sei, hält die Encyclopaedia Judaica für schwer glaubhaft.4 Manche Bibelwissenschaftler bezweifeln inzwischen, dass die Reform überhaupt stattfand.5

Joschija kam 609 v. Chr. bei Megiddo ums Leben, als er dem Pharao Necho II. entgegenzog.4 Nach dem Alten Testament wirkte die Reform nur kurz, weil seine Nachfolger die örtlichen Kultstätten wiederherstellten.1

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