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Das Zweite Konzil von Nicäa erlaubt 787 die Verehrung von Bildern

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ZeitalterMittelalter

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Am 24. September 787 trat in Nicäa das Konzil zusammen, das die Verehrung von Bildern wieder zuließ und die Anbetung allein Gott vorbehielt. Im Frankenreich ließ Karl der Große es verurteilen; der byzantinische Bilderstreit endete erst 843.

Am 24. September 787 trat in der Hagia-Sophia-Kirche von Nicäa ein Konzil zusammen, das als siebtes ökumenisches gezählt wird und das letzte ist, das die Ostkirche anerkennt.12 Einberufen hatte es Kaiserin Irene, die seit 780 für ihren minderjährigen Sohn Konstantin VI. regierte und die Bilderverehrung im ganzen Reich wiederherstellen wollte.2 Ein erster Versuch war am 1. August 786 in der Apostelkirche von Konstantinopel gescheitert, als Teile der kaiserlichen Garde in die Kirche eindrangen.2 Den Vorsitz führte Patriarch Tarasios, nicht die beiden Gesandten des Papstes; diese unterschrieben aber alle Dokumente als Erste.2 Die achte und letzte Sitzung fand am 23. Oktober im Magnaura-Palast in Konstantinopel statt, in Gegenwart der Kaiserin und ihres Sohnes.1

Den Beginn des Bilderstreits setzt EBSCO ins Jahr 726, als Kaiser Leo III. ein Christusbild entfernen ließ und die Verehrung von Bildern verbot.3 Kaiser Konstantin V. ließ die Bilder 754 auf einem Konzil, an dem kein östlicher Patriarch und kein päpstlicher Gesandter teilnahm, als Werk des Teufels verurteilen.3 Der Glaubensentscheid von Nicäa wurde am 13. Oktober verlesen.1 Er erlaubte die Verehrung von Bildern als relativen Kult, abgegrenzt von der Anbetung, die allein Gott zusteht.2 EBSCO fasst das mit den griechischen Begriffen: Christen durften Bildern Verehrung (proskynesis) erweisen, sie aber nicht anbeten (latreia).3 Wie viele Bischöfe teilnahmen, ist uneinheitlich überliefert: Die erhaltenen Akten nennen nach der Catholic Encyclopedia mindestens 308 Bischöfe oder deren Vertreter, antike Geschichtsschreiber zwischen 330 und 367;1 die New Catholic Encyclopedia spricht von 350 entsandten Bischöfen.2 Philip Schaff nennt rund 350 teilnehmende Bischöfe und hält fest, dass 308 Bischöfe und Vertreter die Akten unterzeichneten.4

Im Westen stieß das Konzil auf Widerspruch, auch weil seine Akten in einer Übersetzung mit schweren Fehlern nach Rom gelangt waren.2 Karl der Große ließ mit den Libri Carolini eine Widerlegung verfassen, und eine Synode in Frankfurt verurteilte das Konzil in Gegenwart päpstlicher Gesandter.2 Nach EBSCO griff Karl dort 794 die Beschlüsse von 787 als götzendienerisch an.3 In Byzanz verurteilte Kaiser Leo V. die Bilder 815 erneut; erst am 11. März 843 stellte Kaiserin Theodora sie wieder her, woran das Fest der Orthodoxie am ersten Sonntag der Fastenzeit bis heute erinnert.3

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