Zeitalter nach der europäischen Epocheneinteilung der Geschichtswissenschaft. Sie werden aus dem Datum eines Eintrags berechnet und sind ein Zeitband: Ein Eintrag aus China oder Mesoamerika liegt im selben Band, gehört deshalb aber nicht zur europäischen Geschichte.
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2600 v. Chr.
Hymne an den Tempel von Kesch entsteht um 2600 v. Chr.
Die sumerische Hymne an den Tempel von Kesch preist die Göttin Ninhursag in acht Abschnitten. Eine frühe Abschrift wird auf etwa 2600 bis 2500 v. Chr. datiert. -
2500 v. Chr.
Unterweisungen des Schuruppak sind um 2500 v. Chr. aufgeschrieben
Eine Tafel aus Salabih, um 2500 v. Chr. beschrieben, enthält die sumerischen Lebensregeln, die als Unterweisungen des Schuruppak bekannt sind. Erst die altbabylonische Fassung stellt sie in den Zusammenhang der Sintflut. -
2300 v. Chr.
Enheduanna, die älteste namentlich bekannte Autorin, wirkt um 2300 v. Chr. in Ur
Um 2300 v. Chr. war Enheduanna, Tochter Sargons von Akkad, Hohepriesterin in Ur; sie gilt als älteste namentlich bekannte Autorin. Ihre Hymnen sind nur in Abschriften erhalten, die Jahrhunderte nach ihr entstanden. -
2120 v. Chr.
Gudea-Zylinder erzählen um 2120 v. Chr. den Bau des Eninnu
Zwei Tonzylinder aus Girsu tragen einen sumerischen Hymnus auf den Bau des Tempels Eninnu für den Gott Ningirsu. Sie entstanden unter Gudea von Lagasch im 22. Jahrhundert v. Chr. und enthalten das längste erhaltene literarische Werk Sumers. -
1875 v. Chr.
Geschichte des Sinuhe wird über Jahrhunderte abgeschrieben
Die altägyptische Geschichte des Sinuhe entstand im 19. Jahrhundert v. Chr. oder kurz davor. Rund zwei Dutzend Abschriften aus etwa 750 Jahren sind erhalten. -
1650 v. Chr.
Atrahasis-Epos: Kolophon datiert die Abschrift unter Ammi-ṣaduqa
Die besterhaltene Abschrift des babylonischen Atrahasis-Epos entstand im 17. Jahrhundert v. Chr. unter König Ammi-ṣaduqa. Das Epos erzählt, wie die Götter den Menschen schufen und ihn mit einer Flut fast wieder vernichteten. -
1350 v. Chr.
Großer Aton-Hymnus preist unter Echnaton die Sonnenscheibe Aton
Der Große Aton-Hymnus aus der Zeit Echnatons preist die Sonnenscheibe Aton. Erhalten ist er als Inschrift im Grab des Eje in Amarna, entstanden im 14. Jahrhundert v. Chr. -
1100 v. Chr.
Gilgamesch-Standardfassung wird Sîn-lēqi-unninni zugeschrieben
Die babylonische Standardfassung des Gilgamesch-Epos ist die Grundlage aller heutigen Übersetzungen. Die Überlieferung schreibt sie dem Schreiber Sîn-lēqi-unninni zu; datiert wird sie zwischen das 13. und das 11. Jahrhundert v. Chr. -
750 v. Chr.
Homers Ilias entsteht wohl im 8. Jahrhundert v. Chr.
Homers Ilias, ein Epos von mehr als 15.000 Versen über den Zorn des Achilleus, wurde wahrscheinlich im 8. Jahrhundert v. Chr. aufgeschrieben. Wie mündlich sie entstand, wird weiter erforscht. -
650 v. Chr.
Assurbanipal sammelt im 7. Jahrhundert v. Chr. in Ninive eine Bibliothek aus Tontafeln
Im 7. Jahrhundert v. Chr. ließ der assyrische König Assurbanipal in Ninive Keilschrifttexte zusammentragen. Die Tontafeln überdauerten den Brand der Stadt 612 v. Chr.; unter ihnen fand George Smith 1872 die Fluterzählung des Gilgamesch-Epos. -
458 v. Chr.
Orestie des Aischylos gewinnt 458 v. Chr. bei den Dionysien
Aischylos brachte die Orestie 458 v. Chr. auf die Bühne und gewann damit bei den Dionysien in Athen den ersten Preis. Sie ist die einzige vollständig erhaltene Trilogie griechischer Tragödien. -
213 v. Chr.
Die überlieferte Bücherverbrennung unter Qin Shi Huang 213 v. Chr.
Nach der Überlieferung ließ Chinas erster Kaiser Qin Shi Huang 213 v. Chr. Bücher verbrennen, ausgenommen Schriften über Medizin, Wahrsagung und Landbau. Wie weit die Darstellung trägt, ist in der Forschung umstritten. -
19 v. Chr.
Vergil stirbt 19 v. Chr., und Augustus lässt die unvollendete Aeneis herausgeben
Vergil starb am 21. September 19 v. Chr. in Brundisium und wollte die unvollendete Aeneis verbrannt sehen. Auf Wunsch des Augustus wurde das Epos dennoch herausgegeben, mit seinen unfertigen Versen. -
8
Ovid wird 8 n. Chr. von Augustus nach Tomis verbannt
Kaiser Augustus verbannte den Dichter Ovid im Jahr 8 n. Chr. nach Tomis am Schwarzen Meer. Als Gründe nannte Ovid ein Gedicht und einen Fehler; er kehrte nie nach Rom zurück. -
397
Augustinus schreibt um 397 die Confessiones als Gebet an Gott
Um 397, kurz nachdem er Bischof von Hippo Regius geworden war, schrieb Augustinus die Confessiones. In dreizehn Büchern erzählt er sein Leben bis zur Bekehrung und legt den Anfang der Genesis aus.