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Atrahasis-Epos: Kolophon datiert die Abschrift unter Ammi-ṣaduqa

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ZeitalterAltertum

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Die besterhaltene Abschrift des babylonischen Atrahasis-Epos entstand im 17. Jahrhundert v. Chr. unter König Ammi-ṣaduqa. Das Epos erzählt, wie die Götter den Menschen schufen und ihn mit einer Flut fast wieder vernichteten.

Das Atrahasis-Epos ist ein altbabylonisches Gedicht über den Mann, der die Flut überlebte.1 Seine am besten erhaltene Fassung wird über das in die Regierungszeit des Königs Ammi-ṣaduqa von Babylon datiert, eines Urenkels Hammurabis.13 Abgeschrieben wurde sie um die Mitte des 17. Jahrhunderts v. Chr.34 Battenfield setzt die Abschrift nach der mittleren Chronologie, die er als Mehrheitsmeinung bezeichnet, um 1630 v. Chr. an.2 Die Regierungszeit Ammi-ṣaduqas geben die Quellen mit 1646 bis 1626 v. Chr.36 oder mit etwa 1702 bis 1682 v. Chr. an.1 Den Namen des Schreibers liest Battenfield als Ku-Aya,2 die Beschreibung bei Zenodo als Kasaq-Aya oder Nūr-Aya.1 Die Lesung des Namens ist in der Fachliteratur umstritten.5

Die Abschrift umfasst drei Tafeln mit je acht Spalten zu etwa 55 Zeilen.1 Einen Titel trug das Werk nur in seinem Anfang „Als die Götter wie Menschen …“, den das Kolophon jeder Tafel wiederholt.2 Die Erzählung beginnt mit jüngeren Göttern, die die Betten von Tigris und Euphrat graben und sich dann gegen die Arbeit auflehnen.34 Enki und die Muttergöttin erschaffen daraufhin den Menschen aus Lehm und dem Fleisch und Blut eines getöteten Gottes.4 Weil der Lärm der Menschen ihn nicht schlafen lässt, schickt Enlil Dürre, Seuche und Hunger.34 Vor der Flut warnt Enki Atrahasis, dessen Name „überaus weise“ bedeutet, und lässt ihn ein Boot bauen.3

Diese altbabylonische Abschrift ist die vollständigste erhaltene Fassung des Epos.4 Spätere Bruchstücke fanden sich in Babylon, Nippur, Ugarit und Sippar, eine spätassyrische Fassung in der Bibliothek Assurbanipals in Ninive.1 Den Aufbau des ganzen Werks rekonstruierte Jørgen Læssøe 1956.4 Nach Lambert geht die Sintfluterzählung auf der elften Tafel des Gilgamesch-Epos weitgehend auf Atrahasis zurück.2

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