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Großer Aton-Hymnus preist unter Echnaton die Sonnenscheibe Aton

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ZeitalterAltertum

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Der Große Aton-Hymnus aus der Zeit Echnatons preist die Sonnenscheibe Aton. Erhalten ist er als Inschrift im Grab des Eje in Amarna, entstanden im 14. Jahrhundert v. Chr.

Der Große Aton-Hymnus ist ein ägyptischer Lobgesang auf Aton, die Sonnenscheibe, aus der Regierungszeit Echnatons.3 Diese wird auf 1353 bis 1336 v. Chr. datiert13, in einer Quellenausgabe auf etwa 1352 bis 1336 v. Chr.45 Erhalten ist der Hymnus als dreizehn Spalten beschädigter Hieroglyphen im Eingang des Grabes von Eje in Amarna, des vorletzten Pharaos der achtzehnten Dynastie.4 Der Text ist älter als Echnatons neuntes Regierungsjahr, in dem er schriftliche Erwähnungen bestimmter Götter tilgen ließ, denn er verwendet noch die frühe Form von Atons Namen.4 Verfasst hat ihn Echnaton selbst.13

Aton war vor Echnaton kein neuer Gott, sondern einer von vielen Kulten in Ägypten.2 Im fünften Regierungsjahr, um 1348 v. Chr., leitete Echnaton weitreichende religiöse Reformen ein.1 Um 1346 v. Chr. ließ er auf unbebautem Land in Mittelägypten die Stadt Achet-Aton errichten.1 Der Hymnus beschreibt einen Gott, der so mächtig ist, dass er sich nicht in Bildern darstellen lässt.1 Gestützt auf den Hymnus haben viele Forscher Echnatons Glauben als Monotheismus gedeutet.4 Diese Einordnung sei womöglich zu einfach, schreiben die Herausgeber einer Quellenausgabe, der Text stelle aber eine einzige Gottheit in den Mittelpunkt.4

Echnatons Sohn und Nachfolger Tutanchamun nahm die Reformen zurück.1 Haremhab, einer der späteren Nachfolger, zerstörte Achet-Aton und tilgte Echnatons Namen.1 In Psalm 104 finden sich Motive des Hymnus wieder: gefährliche Tiere in der Nacht, menschliche Arbeit am Tag und die Macht des Wassers.3 Aaron Koller hält es für wahrscheinlich, dass Echnatons Bilder und wohl auch der Hymnus selbst ab dem vierzehnten Jahrhundert v. Chr. in Übersetzung in Kanaan umliefen.3

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