Hymne an den Tempel von Kesch entsteht um 2600 v. Chr.
Die sumerische Hymne an den Tempel von Kesch preist die Göttin Ninhursag in acht Abschnitten. Eine frühe Abschrift wird auf etwa 2600 bis 2500 v. Chr. datiert.
Die Hymne an den Tempel von Kesch ist ein sumerisches Loblied auf die Göttin Ninhursag und ihren Tempel in der Stadt Kesch.4 Sie wird auf etwa 2600 v. Chr. datiert.4 Eine frühe Abschrift, deren Fundort mit Abu Salabikh angegeben, aber als unsicher vermerkt ist, stammt aus der Zeit von etwa 2600 bis 2500 v. Chr.3 Robert D. Biggs veröffentlichte 1971 diese archaische sumerische Fassung aus Tell Abu Salabikh.2 Joshua J. Mark nennt die Hymne das älteste Werk religiöser Literatur der Welt.4
Der Text ist in acht Abschnitte gegliedert, die als „Häuser“ bezeichnet werden.4,1 Jeder Abschnitt endet mit drei rhetorischen Fragen.4 Darin wird gefragt, wer je jemanden so Großes gesehen habe wie die Herrin des Tempels.1 Am Anfang tritt der Gott Enlil aus dem Haus und preist Kesch.1 Wo Kesch lag, ist nicht bekannt, und einige Forscher halten den Namen für eine andere Form von Kisch.4
Eine Tafel der Hymne wurde im 19. Jahrhundert in den Ruinen von Nippur gefunden und 1909 erstmals übersetzt.4 In Nippur gehörte die Hymne zum Lehrplan fortgeschrittener Schreiberschüler, der sogenannten Dekade.4 Die frühe Tafel liegt heute im Nationalmuseum des Irak in Bagdad.3 Die Handschriften weichen voneinander ab, eine zählt die Abschnitte anders.1
Siehe auch
- Unterweisungen des Schuruppak sind um 2500 v. Chr. aufgeschrieben 2500 v. Chr. Ein weiterer früher sumerischer Text, der oft mit der Hymne zusammen genannt wird.
- Enheduanna, die älteste namentlich bekannte Autorin, wirkt um 2300 v. Chr. in Ur 2300 v. Chr. Rund drei Jahrhunderte später schrieb Enheduanna Hymnen auf Tempel und Götter.
- Bildung In einem Wohnhaus in Nippur lernen im 18. Jahrhundert v. Chr. Schreiber Keilschrift und Sumerisch 1740 v. Chr. Eine Schreiberschule in Nippur, wo solche Texte abgeschrieben und gelernt wurden.
Hierher verwiesen
- Gilgamesch-Standardfassung wird Sîn-lēqi-unninni zugeschrieben 1100 v. Chr. Ebenfalls ein mesopotamischer Text, der über lange Zeit abgeschrieben wurde.
- Großer Aton-Hymnus preist unter Echnaton die Sonnenscheibe Aton 1350 v. Chr. Eine der ältesten erhaltenen Hymnen überhaupt, aus Sumer.
- Sport Schulgi von Ur läuft laut Hymne an einem Tag nach Ur und zurück 2090 v. Chr. Gehörte wie Šulgi A zur Dekade, dem Lesestoff fortgeschrittener Schreiberschüler.
- Gudea-Zylinder erzählen um 2120 v. Chr. den Bau des Eninnu 2120 v. Chr. Ebenfalls ein sumerischer Hymnus auf einen Tempel, rund fünf Jahrhunderte älter.