Filter

Schulgi von Ur läuft laut Hymne an einem Tag nach Ur und zurück

Belegt durch 3 unabhängige Quellen

ZeitalterAltertum

Zuletzt geändert am

In der Hymne Šulgi A rühmt sich König Schulgi von Ur, an einem Tag von Nippur nach Ur und zurück gelaufen zu sein. Er regierte im 21. Jahrhundert v. Chr.; auch ein Jahresname seiner Regierung hält die Rundreise fest.

Schulgi war der Sohn Ur-Nammus, des Gründers der Dritten Dynastie von Ur.3 Seine Regierungszeit wird auf 2094 bis 2047 v. Chr. datiert,4 nach anderer Angabe auf 2094 bis etwa 2046 v. Chr.3 In der Hymne Šulgi A rühmt sich der König, von Nippur nach Ur und zurück gereist zu sein, als sei es nur die Strecke einer Doppelstunde.1 Das Fest ešeš habe er in Nippur und in Ur am selben Tag gefeiert.1 Ein Jahresname aus seinem siebten Regierungsjahr hält fest, der König habe eine Rundreise zwischen Ur und Nippur gemacht; die englische Wiedergabe setzt „an einem Tag“ in Klammern dazu.2

Sein Name solle für ferne Tage feststehen und sein Ruhm auch in fremden Ländern verkündet werden, begründet die Hymne den Lauf.1 Zuvor habe Schulgi die Straßen des Landes in Ordnung gebracht, die Abstände in Doppelstunden markiert und dort Herbergen gebaut.1 Auf dem Rückweg nach Nippur sei ein Sturm aufgekommen, und der Westwind habe gewirbelt.1 Hagelkörner hätten auf seinen Rücken getrommelt.1 Bis zum Sonnenuntergang habe er eine Strecke von fünfzehn Doppelstunden zurückgelegt.1 In Meilen rechnet erst die World History Encyclopedia: 100 Meilen (160,9 Kilometer) je Richtung.3

Schulgis Propaganda gilt als erfolgreich, weil aus seiner Regierungszeit keine Berichte über Aufstände überliefert sind.3 Einige Forscher vermuten dagegen, er habe die Überlieferung geschönt, um größer zu erscheinen, als er war; diese Annahme ist ihrerseits bestritten.3 Niedergeschrieben wurde die Hymne um 2020 bis 2000 v. Chr.3 Sie gehörte später zum Lehrplan der Schreiberschulen, als eines der Werke der sogenannten Dekade.3

Siehe auch