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Schulgi-Hymne B: Ein König von Ur rühmt seine Schulzeit

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ZeitalterAltertum

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In der Hymne Šulgi B rühmt sich König Schulgi von Ur, als Kind in der Schule Schreiben und Rechnen gelernt zu haben. Er regierte im 21. Jahrhundert v. Chr.; erhalten ist die Hymne in Abschriften aus altbabylonischen Schulen.

In der sumerischen Hymne Šulgi B sagt König Schulgi von Ur, er habe als Kind in der Schule die Schreibkunst an den Tafeln von Sumer und Akkad gelernt.1 Keiner der Adligen habe so auf Ton schreiben können wie er.1 Schulgi regierte etwa von 2094 bis 2047 v. Chr. als König der Dritten Dynastie von Ur.24 Unter seiner Herrschaft entstanden viele sumerische Dichtungen, und Hymnen priesen ihn als König, der die Schreibkunst beherrschte.2

In der Hymne zählt Schulgi auf, worin er sich in der Schreiberausbildung voll bewährt habe: Subtraktion, Addition, Rechnen und Buchführung.1 Sein Wissen führt er auf die Göttin Nisaba zurück, und er nennt sich einen erfahrenen Schreiber, der nichts vernachlässigt.1 In Ur und in Nippur habe er je ein „Haus der Weisheit der Nisaba“ errichtet, in dem seine Hymnen niedergeschrieben werden sollten.1 Die Schulen sollten nie verändert werden und die Stätten des Lernens nie verschwinden, heißt es in der Hymne.1

Gegen Ende verlangt die Hymne, man solle wegen der Weisheit des Königs seine Hymnen als Vorbilder wählen.1 Erhalten ist Šulgi B in Handschriften aus altbabylonischen Schulen, darunter zwei große, die erst in jüngerer Zeit bekannt wurden.3 Die eine ist rein sumerisch und enthält viele abweichende Lesarten.3 Die andere ist zweisprachig und überträgt ein Drittel der Dichtung ins Akkadische.3 Sie soll zeigen, wie Sumerisch und Akkadisch im Unterricht nebeneinander standen.3

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