--- id: schulgi-hymne-b-schule-2090-v-chr title: 'Schulgi-Hymne B: Ein König von Ur rühmt seine Schulzeit' date: -2089-01-01 datePrecision: century dateSources: - s2 - s4 summary: >- In der Hymne Šulgi B rühmt sich König Schulgi von Ur, als Kind in der Schule Schreiben und Rechnen gelernt zu haben. Er regierte im 21. Jahrhundert v. Chr.; erhalten ist die Hymne in Abschriften aus altbabylonischen Schulen. themeId: theme-schreiberausbildung-in-mesopotamien wikidata: - id: Q315893 name: Šulgi seeAlso: - area: sport id: schulgi-lauf-nippur-ur-2090-v-chr note: >- Eine zweite Hymne auf denselben König rühmt statt seiner Bildung seinen Lauf von Nippur nach Ur und zurück. - id: schreiberschule-house-f-nippur-1740-v-chr note: >- Die Hymne ist in Abschriften aus altbabylonischen Schulen erhalten; in House F ist eine solche Schule ausgegraben. - id: ebla-wortlisten-2350-v-chr note: >- Zweisprachige Listen gab es schon in Ebla, Jahrhunderte vor der zweisprachigen Abschrift dieser Hymne. verification: verified sources: - key: s1 title: 'A praise poem of Shulgi (Shulgi B), t.2.4.2.02: translation (ETCSL)' publisher: University of Oxford url: https://etcsl.orinst.ox.ac.uk/section2/tr24202.htm accessedAt: '2026-10-18' - key: s2 title: Shulgi publisher: EBSCO Research Starters url: https://www.ebsco.com/research-starters/literature-and-writing/shulgi accessedAt: '2026-10-18' - key: s3 title: Studies in Royal Praise Poetry of King Šulgi of Ur publisher: University of Hradec Králové url: https://www.uhk.cz/en/university-of-hradec-kralove/research/topics/archive-1/studies-in-royal-praise-poetry-of-king-sulgi-of-ur accessedAt: '2026-10-18' - key: s4 title: Tablette de fondation (SB 6847) publisher: Musée du Louvre url: https://collections.louvre.fr/en/ark:/53355/cl010247536 accessedAt: '2026-10-18' provenance: origin: recherche model: beschaffer:sonnet createdBy: '/research (Musterlauf: bildung)' reviewedBy: research reviewedAt: '2026-10-18' --- In der sumerischen Hymne Šulgi B sagt König Schulgi von Ur, er habe als Kind in der Schule die Schreibkunst an den Tafeln von Sumer und Akkad gelernt.[^s1] Keiner der Adligen habe so auf Ton schreiben können wie er.[^s1] Schulgi regierte etwa von 2094 bis 2047 v. Chr. als König der Dritten Dynastie von Ur.[^s2][^s4] Unter seiner Herrschaft entstanden viele sumerische Dichtungen, und Hymnen priesen ihn als König, der die Schreibkunst beherrschte.[^s2] In der Hymne zählt Schulgi auf, worin er sich in der Schreiberausbildung voll bewährt habe: Subtraktion, Addition, Rechnen und Buchführung.[^s1] Sein Wissen führt er auf die Göttin Nisaba zurück, und er nennt sich einen erfahrenen Schreiber, der nichts vernachlässigt.[^s1] In Ur und in Nippur habe er je ein „Haus der Weisheit der Nisaba“ errichtet, in dem seine Hymnen niedergeschrieben werden sollten.[^s1] Die Schulen sollten nie verändert werden und die Stätten des Lernens nie verschwinden, heißt es in der Hymne.[^s1] Gegen Ende verlangt die Hymne, man solle wegen der Weisheit des Königs seine Hymnen als Vorbilder wählen.[^s1] Erhalten ist Šulgi B in Handschriften aus altbabylonischen Schulen, darunter zwei große, die erst in jüngerer Zeit bekannt wurden.[^s3] Die eine ist rein sumerisch und enthält viele abweichende Lesarten.[^s3] Die andere ist zweisprachig und überträgt ein Drittel der Dichtung ins Akkadische.[^s3] Sie soll zeigen, wie Sumerisch und Akkadisch im Unterricht nebeneinander standen.[^s3] Ende der Datei: 4 Quellen.