Aristoteles gründet 335 v. Chr. seine Schule im Lykeion
Nach seiner Rückkehr nach Athen gründet Aristoteles 335 v. Chr. eine eigene Schule im Lykeion, einem dem Apollon Lykeios geweihten Übungsgelände. Ihre Angehörigen heißen später Peripatetiker.
Im Jahr 335 v. Chr. kehrte Aristoteles zum zweiten und letzten Mal nach Athen zurück.1 Dort gründete er seine eigene Schule, das Lykeion.3,2 Sie lag auf einem öffentlichen Übungsgelände, das dem Gott Apollon Lykeios geweiht war und ihr den Namen gab.1
Die Stanford Encyclopedia of Philosophy führt den Namen der Peripatetiker, wie die Angehörigen der Schule später hießen, wahrscheinlich auf eine Wandelhalle (peripatos) auf dem Gelände der Schule zurück.1 Nach Philosophy Now kommt er daher, dass Aristoteles in einer überdachten Säulenhalle umherging, während er mit seinen Schülern sprach.3 Fachlexika führen beide Herleitungen nebeneinander.5 In diese Zeit fallen vermutlich die meisten seiner erhaltenen Schriften, die wie bearbeitete Vorlesungsmitschriften aussehen.2 Die Mitglieder des Lykeions forschten unter anderem zu Botanik, Biologie, Logik, Medizin, Physik, Ethik und politischer Theorie.1 Die Schule sammelte Handschriften und trug damit nach einigen antiken Berichten die erste große Bibliothek der Antike zusammen.1
Nach dreizehn Jahren in Athen verließ Aristoteles die Stadt 323 v. Chr. wieder.1 Möglicherweise war eine Anklage wegen Gottlosigkeit der Anlass.2 Er starb im folgenden Jahr in Chalkis auf Euböa.1 Nachfolger an der Schule wurde Theophrast, unter dessen Leitung sie in den folgenden fünfunddreißig Jahren festere Formen annahm.4
Unter einem Parkplatz im Zentrum Athens wurden Reste eines Gebäudes entdeckt, das Aristoteles’ Schule beherbergt haben soll.3 Sie kamen beim Ausheben der Fundamente für ein Museum für moderne Kunst zutage.3 Die Archäologen sind sich nahezu sicher, dass es sich um die Reste des Lykeions handelt.3
Siehe auch
- Platon gründet in den 380er Jahren v. Chr. die Akademie bei Athen 387 v. Chr. An Platons Akademie studierte Aristoteles, bevor er eine eigene Schule gründete.
- Quintilians Institutio oratoria beschreibt die Rednerausbildung 95 Der nächste Eintrag zur Lehre in der Antike, nun als Rednerausbildung in Rom.