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Enheduanna, die älteste namentlich bekannte Autorin, wirkt um 2300 v. Chr. in Ur

Belegt durch 7 unabhängige Quellen

ZeitalterAltertum

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Um 2300 v. Chr. war Enheduanna, Tochter Sargons von Akkad, Hohepriesterin in Ur; sie gilt als älteste namentlich bekannte Autorin. Ihre Hymnen sind nur in Abschriften erhalten, die Jahrhunderte nach ihr entstanden.

Um 2300 v. Chr. lebte im Reich von Akkad Enheduanna, die als älteste namentlich bekannte Autorin der Weltliteratur gilt.13 Sie war eine Tochter Sargons von Akkad, der etwa von 2334 bis 2279 v. Chr. regierte.25 Ihr Vater setzte sie als Hohepriesterin, sumerisch en, des Mondgottes Nanna in Ur ein.25 Mit dem Amt erhielt sie den Namen, unter dem sie bekannt ist; er bedeutet „Hohepriesterin, Zierde des Himmels“.1

Drei größere erhaltene Dichtungen werden ihr zugeschrieben: zwei Hymnen an die Göttin Inanna, darunter „Die Erhöhung der Inanna“, und eine Sammlung von Tempelhymnen.3 Encyclopedia.com rechnet ihr mindestens sechs Werke zu.2 Originale aus ihrer Zeit sind nicht erhalten; überliefert sind die Texte in Abschriften, die Schreiber in altbabylonischer Zeit anfertigten, rund 500 Jahre nach ihr.45 In den Schreibschulen zwischen 1800 und 1600 v. Chr. gehörten ihre Hymnen zum festen Lehrstoff; die jüngste bekannte Abschrift stammt aus dem 14. Jahrhundert v. Chr.3

Leonard Woolley fand in Ur eine Scheibe, die sie abbildet; National Geographic und das Magazin Archaeology datieren den Fund auf 1927.36 Das Penn Museum, in dessen Sammlung die Scheibe liegt, gibt als Grabungsjahr 1926 an.18 Die Inschrift auf ihrer Rückseite nennt Enheduanna Priesterin und Gattin des Nanna und Tochter Sargons, des Königs der Welt.357

Ob die erhaltenen Texte ihre eigenen Worte bewahren, ist umstritten; dass sie gelebt hat, gilt als gesichert.3 Eleanor Robson hält das Sumerisch der Texte laut AramcoWorld für zu jung für Enheduanna und rechnet damit, dass die Schreiber mehr taten als abschreiben; Sidney Babcock von der Morgan Library sieht in den Namensnennungen dagegen einen ausreichenden Beleg ihrer Autorschaft.4 Alhena Gadotti von der Towson University liest die Dichtungen wie die Heldentaten, die spätere Generationen Sargon und ihrem Neffen Naram-Sin zuschrieben.3 Sophus Helle hält es dagegen für durchaus möglich, dass sie die Texte selbst verfasst hat.3

Siehe auch