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Assurbanipal sammelt im 7. Jahrhundert v. Chr. in Ninive eine Bibliothek aus Tontafeln

Belegt durch 8 unabhängige Quellen

ZeitalterAltertum

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Im 7. Jahrhundert v. Chr. ließ der assyrische König Assurbanipal in Ninive Keilschrifttexte zusammentragen. Die Tontafeln überdauerten den Brand der Stadt 612 v. Chr.; unter ihnen fand George Smith 1872 die Fluterzählung des Gilgamesch-Epos.

Im 7. Jahrhundert v. Chr. legte der neuassyrische König Assurbanipal in Ninive eine Bibliothek an.138 Er regierte nach der World History Encyclopedia von 668 bis 627 v. Chr.1 Die erste Bibliothek überhaupt war sie nach derselben Quelle nicht, denn schon in Sumer gab es Bibliotheken bei Schreiberschulen und Tempeln.1 Auf Feldzügen gegen Babylon ließ Assurbanipal nach National Geographic große Mengen gelehrter Tafeln erbeuten und nach Ninive bringen.2

In einer Inschrift rühmt sich der König, schwer verständliche Texte in sumerischer und akkadischer Sprache gelesen zu haben.12 Wann die Bibliothek eingerichtet wurde, ist nicht genau bekannt; die World History Encyclopedia setzt sie mit Kriwaczek und anderen gegen Ende seiner Herrschaft an, nach dem zweiten Feldzug gegen Elam 647 v. Chr., auch wenn schon vorher Texte erworben wurden.1 Dann hätte sie nur rund 30 Jahre bestanden: 612 v. Chr. steckte ein Bündnis, dem Babylonier und Meder angehörten, Ninive in Brand.12 Dass das Feuer die Tontafeln gehärtet und so erhalten hat, schreibt die World History Encyclopedia als Tatsache, National Geographic nur als Möglichkeit.12

Die Angaben zum Fund weichen voneinander ab: Nach dem Center for Online Judaic Studies stießen britische Archäologen unter Austen Henry Layard ab 1849 auf die Tafeln, nach National Geographic fand Layards Mannschaft sie im Frühjahr 1850 im Südwestpalast Sanheribs.327 Drei Jahre später fand Layards Nachfolger Hormuzd Rassam einen weiteren Bestand im Nordpalast, den Assurbanipal hatte bauen lassen.27 Auch die Zahlen gehen auseinander: National Geographic nennt über 30.000 Tafeln und Bruchstücke, die heute im British Museum liegen, das Center for Online Judaic Studies rund 20.000 Tontafeln.23 Die Linda Hall Library spricht von 15.000 Tafeln aus der Bibliothek, die George Smith im British Museum ordnen sollte.4 Das Cuneiform Commentaries Project in Yale zählt rund 31.000 Tafeln und Bruchstücke aus den Grabungen in Kuyunjik, die meisten aus den Räumen 40 und 41 des Südwestpalasts.5 Das französische Kulturministerium hält die genaue Zahl für schwer bestimmbar und nennt bislang rund 15.000.6

Dabei las Smith 1872 auf einer Tafel von einer Flut, einem Schiff, das auf einem Berg landet, und einem ausgesandten Vogel.42 Es war ein Bruchstück des Gilgamesch-Epos.24 Seine Übersetzung trug Smith am 3. Dezember 1872 der Society of Biblical Archaeology in London vor.4

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