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Sanherib zerstört Babylon 689 v. Chr. und raubt die Marduk-Statue

Belegt durch 4 unabhängige Quellen

ZeitalterAltertum

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Der Assyrerkönig Sanherib zerstörte 689 v. Chr. Babylon und ließ die Statue des Stadtgottes Marduk aus dem Tempel Esagila fortbringen. Zurück nach Babylon kam sie erst 668 v. Chr.

Im Jahr 689 v. Chr. eroberte und zerstörte der assyrische König Sanherib Babylon.124 Aus dem Tempel ließ er die Statue des Stadtgottes Marduk und wertvolle Kultgegenstände fortbringen.12 In seiner Inschrift heißt es, seine Männer hätten die Götterstatuen der Stadt ergriffen, zerschlagen und den Besitz der Götter an sich genommen.2 Seine Beschreibung der Zerstörung ist vor allem aus der Bavian-Inschrift bekannt, die mehrfach in eine Felswand bei Chinnis gehauen wurde.1

Vorausgegangen war ein Krieg um Babylon: Sanherib hatte seinen Sohn Aššur-nadin-šumi dort als Herrscher eingesetzt, und die Elamer verschleppten ihn nach Elam.3 Nach heutiger Forschung wurde er um 694 v. Chr. hingerichtet.2 Nach der Eroberung wurde die Bevölkerung Babylons nach Ninive deportiert.4 Wohin die Statue kam, geben die Quellen verschieden an: nach Ninive als Kriegstrophäe2 oder als Besitz des assyrischen Reichsgottes Assur in seinen Tempel Ešarra in der Stadt Assur.16 Fehlte die Statue in Babylon, konnte dort das Neujahrsfest nicht gefeiert werden.5

Sanherib wurde 681 v. Chr. ermordet.1 Sein Sohn Asarhaddon begann, Babylon und den Tempel Esagila wieder aufzubauen.1 Die überarbeitete Statue Marduks stand bei seinem Tod Ende 669 v. Chr. aber noch in Assyrien.1 Mehrere Inschriften Asarhaddons melden ihre Rückkehr nach Esagila verfrüht.1 Kurz nach seiner Krönung Anfang 668 v. Chr. brachte Assurbanipal die Statuen Marduks und seines Gefolges nach Babylon zurück und setzte dort seinen Bruder Šamaš-šuma-ukīn auf den Thron.1

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