Filter

Schutruk-Nahhunte bringt die Naram-Sin-Stele als Beute nach Susa

Belegt durch 6 unabhängige Quellen

ZeitalterAltertum

Zuletzt geändert am

Im 12. Jahrhundert v. Chr. brachte der elamische König Schutruk-Nahhunte die Siegesstele des Naram-Sin und die Stele des Hammurapi als Beute nach Susa. Dort fanden französische Ausgräber sie um 1900; heute stehen beide im Louvre.

Im 12. Jahrhundert v. Chr. brachte der elamische König Schutruk-Nahhunte die Siegesstele des akkadischen Königs Naram-Sin als Kriegsbeute aus Sippar nach Susa.16 Auch die Stele mit den Gesetzen des Hammurapi kam als Beute nach Susa.24 Schutruk-Nahhunte und sein Sohn plünderten auf ihren Feldzügen in Babylonien mehrere Städte und brachten bedeutende Monumente nach Elam.3 Auf der Naram-Sin-Stele ließ Schutruk-Nahhunte eine eigene Inschrift anbringen, in der er erklärt, er habe sie nach der Plünderung von Sippar fortgebracht.6

Die Stele entstand unter Naram-Sin von Akkad, dessen Regierung von 2254 bis 2218 v. Chr. reichte.1 Die Hammurapi-Stele war bei ihrem Abtransport schon viele Jahrhunderte alt.2 Vorher stand sie vermutlich im Heiligtum des Sonnengottes Šamaš in Sippar.5 Fortgebracht wurde sie nach der Plünderung Babylons im Jahr 1155 v. Chr.4 Für die Regierung Schutruk-Nahhuntes nennen die Quellen verschiedene Spannen: um 1185 bis 1160 v. Chr.2, um 1185 bis 1155 v. Chr.5 und um 1190 bis 1155 v. Chr.37

Die Naram-Sin-Stele fand die französische Mission unter Jacques de Morgan 1898 in Susa.61 Durch die Fundteilung nach der Grabung kam sie in den Louvre.1 Die Hammurapi-Stele kam 1902 bei französischen Grabungen in Susa zutage27, nach dem Institut für Altorientalistik in Münster im Winter 1901/1902 und in drei Teilen.5 Beide Stelen gehören heute zur Sammlung orientalischer Altertümer des Louvre.3 Die Hammurapi-Stele ist dort seit 1904 ausgestellt.2

Siehe auch