Filter

Elamer plündern Ur 2004 v. Chr. und verschleppen die Nanna-Statue

Belegt durch 4 unabhängige Quellen

ZeitalterAltertum

Zuletzt geändert am

2004 v. Chr. eroberten die Elamer Ur und führten König Ibbi-Sin gefangen fort, zusammen mit einer Statue des Mondgottes Nanna. Nach vierzig Jahren kam die Statue nach Ur zurück.

2004 v. Chr. eroberten die Elamer Ur, plünderten die Stadt und führten König Ibbi-Suen gefangen nach Elam.4 Mit diesem Einfall endete nach der Überlieferung das Reich der Dritten Dynastie von Ur.5 Stadt und Tempel wurden von den Elamern und ihren Verbündeten aus Mari zerstört und geplündert.2 Mit dem König wurde eine Statue des Mondgottes Nanna fortgeführt, nach Anschan16; eine ältere Darstellung nennt Susa.2

Die Dynastie hatte Ur-Nammu 2112 v. Chr. mit einem Staat um Ur begründet.4 Um 2021 v. Chr., nach Ibbi-Sins Thronbesteigung, besetzte der König von Simaschki Awan und Susa; Ibbi-Sin gewann die Gebiete bis 2017 v. Chr. weitgehend zurück, doch nur für kurze Zeit.1 Er hielt sich 24 Jahre, beherrschte am Ende aber kaum mehr als Ur selbst.4 Tatsächlich ließen sich auf den Trümmern des Reiches die Amoriter nieder, als Erster Išbi-Erra von Isin.5

Die sumerische Klage über Sumer und Urim lässt Ibbi-Suen in Fesseln nach Elam führen, von wo er nie in seine Stadt zurückkehren sollte.3 Den Mondgott schildert sie nicht als Gefangenen: Nanna verlässt seine Stadt und geht auf fremdem Weg fort aus Urim.3

Der Kult des Mondgottes überdauerte den Untergang der Stadt, und nach vierzig Jahren wurde die Statue nach Ur zurückgebracht.2 Gimil-ilishu, der zweite König von Isin, holte Nanna einige Jahrzehnte später aus Anschan zurück.16 Tempel, Turm, Höfe und Heiligtümer bauten die neuen Könige von Isin, Larsa und Uruk nacheinander wieder auf.2

Siehe auch