--- id: elamer-pluenderung-ur-2004-v-chr title: Elamer plündern Ur 2004 v. Chr. und verschleppen die Nanna-Statue date: -2003-01-01 datePrecision: year dateSources: - s4 - s5 summary: >- 2004 v. Chr. eroberten die Elamer Ur und führten König Ibbi-Sin gefangen fort, zusammen mit einer Statue des Mondgottes Nanna. Nach vierzig Jahren kam die Statue nach Ur zurück. themeId: theme-kunst-als-beute wikidata: - id: Q352752 name: Ibbi-Sin seeAlso: - id: mursili-pluenderung-babylon-1595-v-chr note: >- Vier Jahrhunderte später verschleppte ein Eroberer wieder ein Götterbild, die Marduk-Statue aus Babylon. - id: schutruk-nahhunte-susa-1155-v-chr note: >- Auch Schutruk-Nahhunte brachte Bildwerke aus Mesopotamien als Beute nach Elam, nach Susa. verification: verified sources: - key: s1 title: ANSHAN publisher: Encyclopaedia Iranica url: https://www.iranicaonline.org/articles/anshan-elamite-region/ accessedAt: '2026-10-13' - key: s2 title: The Third Dynasty of Ur (Museum Bulletin 10, Nr. 3/4) publisher: Penn Museum, University of Pennsylvania url: https://penn.museum/documents/publications/bulletin/10-3_4/third_dynasty_ur.pdf accessedAt: '2026-10-13' - key: s3 title: The lament for Sumer and Urim (Electronic Text Corpus of Sumerian Literature, t.2.2.3) publisher: University of Oxford url: https://etcsl.orinst.ox.ac.uk/cgi-bin/etcsl.cgi?text=t.2.2.3 accessedAt: '2026-10-13' - key: s4 title: The Empire of Ur-Nammu under His Descendants (Expedition Magazine, 1987) publisher: Penn Museum, University of Pennsylvania url: https://www.penn.museum/sites/expedition/the-empire-of-ur-nammu-under-his-descendants/ accessedAt: '2026-10-13' - key: s5 title: Ur III (Cuneiform Digital Library Initiative, CDLI Wiki) publisher: University of Oxford url: https://cdli.ox.ac.uk/wiki/doku.php?id=ur_iii accessedAt: '2026-10-13' - key: s6 title: RIME 4.01.02.01 composite (P448278), Inschrift Šu-ilišus publisher: Cuneiform Digital Library Initiative (CDLI) url: https://cdli.earth/artifacts/448278 accessedAt: '2026-10-13' disputed: - claim: Wohin die Nanna-Statue gebracht wurde positions: - value: Anschan source: s1 - value: Susa source: s2 resolution: >- Šu-ilišus eigene Inschrift nennt Anšan als den Ort, aus dem er Nanna nach Ur zurückbrachte (s6), ebenso die Encyclopaedia Iranica (s1). Susa nennt nur Legrains Übersicht im Penn-Museum-Bulletin (s2). provenance: origin: recherche model: beschaffer:sonnet createdBy: '/research (Musterlauf: kunst)' reviewedBy: research reviewedAt: '2026-10-13' --- 2004 v. Chr. eroberten die Elamer Ur, plünderten die Stadt und führten König Ibbi-Suen gefangen nach Elam.[^s4] Mit diesem Einfall endete nach der Überlieferung das Reich der Dritten Dynastie von Ur.[^s5] Stadt und Tempel wurden von den Elamern und ihren Verbündeten aus Mari zerstört und geplündert.[^s2] Mit dem König wurde eine Statue des Mondgottes Nanna fortgeführt, nach Anschan[^s1][^s6]; eine ältere Darstellung nennt Susa.[^s2] Die Dynastie hatte Ur-Nammu 2112 v. Chr. mit einem Staat um Ur begründet.[^s4] Um 2021 v. Chr., nach Ibbi-Sins Thronbesteigung, besetzte der König von Simaschki Awan und Susa; Ibbi-Sin gewann die Gebiete bis 2017 v. Chr. weitgehend zurück, doch nur für kurze Zeit.[^s1] Er hielt sich 24 Jahre, beherrschte am Ende aber kaum mehr als Ur selbst.[^s4] Tatsächlich ließen sich auf den Trümmern des Reiches die Amoriter nieder, als Erster Išbi-Erra von Isin.[^s5] Die sumerische Klage über Sumer und Urim lässt Ibbi-Suen in Fesseln nach Elam führen, von wo er nie in seine Stadt zurückkehren sollte.[^s3] Den Mondgott schildert sie nicht als Gefangenen: Nanna verlässt seine Stadt und geht auf fremdem Weg fort aus Urim.[^s3] Der Kult des Mondgottes überdauerte den Untergang der Stadt, und nach vierzig Jahren wurde die Statue nach Ur zurückgebracht.[^s2] Gimil-ilishu, der zweite König von Isin, holte Nanna einige Jahrzehnte später aus Anschan zurück.[^s1][^s6] Tempel, Turm, Höfe und Heiligtümer bauten die neuen Könige von Isin, Larsa und Uruk nacheinander wieder auf.[^s2] Ende der Datei: 6 Quellen.