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Marcellus bringt 212 v. Chr. die Kunstwerke aus Syrakus nach Rom

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ZeitalterAltertum

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212 v. Chr. eroberte Marcellus Syrakus und ließ Statuen und Gemälde der Stadt nach Rom bringen. Antike Autoren schildern, wie Rom so griechische Kunst kennenlernte, und streiten über den Wert dieser Beute.

Im Jahr 212 v. Chr. nahm der römische Feldherr Marcus Claudius Marcellus die griechische Stadt Syrakus auf Sizilien ein.25 Bei der Plünderung kam der Gelehrte Archimedes ums Leben.2 Livius berichtet, Marcellus habe den Schmuck der Stadt, Statuen und Gemälde, nach Rom gebracht, und nennt ihn Beute vom Feind, nach Kriegsrecht erworben.4 Nach Plutarch nahm Marcellus den größeren und schönsten Teil der Weihgaben aus Syrakus mit, damit sie seinen Triumph und seine Stadt schmückten.1

Vorher habe Rom solche feinen Werke weder besessen noch gekannt, schreibt Plutarch; die Stadt sei voller erbeuteter Waffen und Siegeszeichen gewesen.1 Auch Livius.org setzt hier an: Von nun an habe Rom etwas über griechische Kunst gewusst.2 Beim einfachen Volk gewann Marcellus damit nach Plutarch an Ansehen, die älteren Bürger hielten es mit Fabius Maximus.1 Sie warfen ihm vor, er habe sogar Götter wie Gefangene im Triumphzug mitgeführt und die Römer zu müßigem Gerede über Kunst und Künstler verleitet.1 Marcellus selbst rühmte sich laut Plutarch, er habe die unkundigen Römer gelehrt, die Werke Griechenlands zu bewundern.1 Ein Ausstellungstext der Universitätsbibliothek Reims ordnet das größer ein: Die Eroberungen hätten schon im dritten Jahrhundert v. Chr. die Hellenisierung Roms eingeleitet, und erbeutete Kunst sei bei der Rückkehr der Truppen in Triumphzügen gezeigt worden.5

Cicero stellte Marcellus in seiner Anklage gegen Verres als maßvoll dar: Er habe nichts in seinem Haus, seinen Gärten oder seiner Villa aufgestellt.3 Die nach Rom gebrachten Stücke standen nach Cicero vor den Tempeln von Honos und Virtus und an anderen Orten.3 Ein gemeinsames Heiligtum für beide Gottheiten verhinderten die Priester, sodass Marcellus ein zweites versprach.2 Nach einem Abstract für die Classical Association of the Middle West and South gilt in der Forschung, dass Livius das Vorgehen des Marcellus in Syrakus als befleckt darstellt, weil er heilige wie profane Bildwerke als Kriegsbeute nahm.6 Nach dieser Lesart lässt Livius mit der Beute aus Syrakus den langsamen Niedergang der Republik beginnen.6

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