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Eine Tontafel aus Ugarit hält um 1400 v. Chr. eine Hymne an Nikkal samt Notation fest

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ZeitalterAltertum

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Die hurritische Hymne an Nikkal aus Ugarit, um 1400 v. Chr., gilt als ältestes weitgehend vollständiges Stück notierter Musik. Wie ihre Zeichen zu lesen sind, ist bis heute umstritten.

Die hurritische Hymne an Nikkal, auch h.6 genannt, gilt als das älteste weitgehend vollständige notierte Musikstück der Welt.3 Die Tontafel wird auf um 1400 v. Chr. datiert und wurde in Ras Shamra ausgegraben, dem antiken Ugarit im heutigen Syrien.1 Gefunden wurde sie in den 1950er Jahren.3 Französische Archäologen entdeckten sie in Ugarit; seit 1955 befindet sie sich in Damaskus.2 2011 stand sie dort im Nationalmuseum.2

Die Hymne richtet sich an Nikkal, die Göttin der Obstgärten.2 Die Notation war vermutlich für ein Saiteninstrument bestimmt, wohl eine Leier oder Harfe mit sieben, neun oder mehr Saiten.1 Wie sie zu lesen ist, ist nicht geklärt; die Deutungsversuche teilen sich in zwei Lager.1 Anne Draffkorn Kilmer und Martin L. West deuten die Tafel mit westlichen Intervallen.1 David Wulstan, Marcelle Duchesne-Guillemin und Richard Dumbrill lesen sie dagegen als einstimmige Tonfolge, angelehnt an die Musikpraxis des Nahen Ostens.1 Dumbrill fordert, bei der Deutung auf siebenstufige Tonleitern zu verzichten.1 Dylan Gibson kommt in seiner Arbeit an der Universität Stellenbosch dagegen zu einer im Kern siebenstufigen Skala.1

Nach The National hat keine Deutung eine endgültige Fassung ergeben, auch weil die Tafel bei der Ausgrabung stark beschädigt war.2 Wer die Tafel deute, ergänze Angaben, die auf ihr gar nicht stehen, schreibt Gibson.1 Die vielen Deutungen haben zu unterschiedlichen modernen Aufnahmen geführt.3

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