--- id: hurritische-hymne-nikkal-1400-v-chr title: >- Eine Tontafel aus Ugarit hält um 1400 v. Chr. eine Hymne an Nikkal samt Notation fest date: -1399-01-01 datePrecision: century dateSources: - s1 - s3 summary: >- Die hurritische Hymne an Nikkal aus Ugarit, um 1400 v. Chr., gilt als ältestes weitgehend vollständiges Stück notierter Musik. Wie ihre Zeichen zu lesen sind, ist bis heute umstritten. themeId: theme-notenschrift seeAlso: - id: seikilos-epitaph-150 note: >- Das Lied des Seikilos gilt als ältestes vollständig erhaltenes Lied; die Hymne an Nikkal ist älter, aber beschädigt. - area: literatur id: bibliothek-assurbanipal-650-v-chr note: >- Dieselbe Schrift auf Ton: In Keilschrift überliefert sind Epen und Listen ebenso wie diese Melodie. verification: verified sources: - key: s1 title: >- A Re-examination of Ancient Near-Eastern Music-Theoretical Tablets and Notation; Concerning a Tablaturisation for the Hurrian H6 Cuneiform Tablet (Dylan L. Gibson, Masterarbeit 2021) publisher: Stellenbosch University (SUNScholar) url: https://scholar.sun.ac.za/handle/10019.1/123820 accessedAt: '2026-10-08' - key: s2 title: >- Syrian tablet fragment shatters long-held beliefs about origin of music (Stephen Starr) publisher: The National url: https://www.thenationalnews.com/arts-culture/music/syrian-tablet-fragment-shatters-long-held-beliefs-about-origin-of-music-1.591698/ accessedAt: '2026-10-08' - key: s3 title: >- The Oldest Song Score in the Newest Notation: The Hurrian Hymn to Nikkal as Linked Data (Meroño-Peñuela u. a.) publisher: Index of Digital Humanities Conferences, University of Virginia url: https://dh-abstracts.library.virginia.edu/works/9970 accessedAt: '2026-10-08' provenance: origin: recherche model: beschaffer:sonnet createdBy: '/research (Musterlauf: musik)' reviewedBy: research reviewedAt: '2026-10-08' --- Die hurritische Hymne an Nikkal, auch h.6 genannt, gilt als das älteste weitgehend vollständige notierte Musikstück der Welt.[^s3] Die Tontafel wird auf um 1400 v. Chr. datiert und wurde in Ras Shamra ausgegraben, dem antiken Ugarit im heutigen Syrien.[^s1] Gefunden wurde sie in den 1950er Jahren.[^s3] Französische Archäologen entdeckten sie in Ugarit; seit 1955 befindet sie sich in Damaskus.[^s2] 2011 stand sie dort im Nationalmuseum.[^s2] Die Hymne richtet sich an Nikkal, die Göttin der Obstgärten.[^s2] Die Notation war vermutlich für ein Saiteninstrument bestimmt, wohl eine Leier oder Harfe mit sieben, neun oder mehr Saiten.[^s1] Wie sie zu lesen ist, ist nicht geklärt; die Deutungsversuche teilen sich in zwei Lager.[^s1] Anne Draffkorn Kilmer und Martin L. West deuten die Tafel mit westlichen Intervallen.[^s1] David Wulstan, Marcelle Duchesne-Guillemin und Richard Dumbrill lesen sie dagegen als einstimmige Tonfolge, angelehnt an die Musikpraxis des Nahen Ostens.[^s1] Dumbrill fordert, bei der Deutung auf siebenstufige Tonleitern zu verzichten.[^s1] Dylan Gibson kommt in seiner Arbeit an der Universität Stellenbosch dagegen zu einer im Kern siebenstufigen Skala.[^s1] Nach The National hat keine Deutung eine endgültige Fassung ergeben, auch weil die Tafel bei der Ausgrabung stark beschädigt war.[^s2] Wer die Tafel deute, ergänze Angaben, die auf ihr gar nicht stehen, schreibt Gibson.[^s1] Die vielen Deutungen haben zu unterschiedlichen modernen Aufnahmen geführt.[^s3] Ende der Datei: 3 Quellen.