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Ugarit bildet Schreiber mit einem Wörterbuch in drei Sprachen aus

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ZeitalterAltertum

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In Ugarit, dem heutigen Ras Shamra in Syrien, lernen im 13. Jahrhundert v. Chr. Schreiber mit mehrsprachigen Listen und einer eigenen Alphabetschrift.

Im 14. und 13. Jahrhundert v. Chr. wurden viele königliche Schreiber in der kanaanäischen Küstenstadt Ugarit, dem heutigen Ras Shamra in Syrien, in einer eigenen Form der Keilschrift ausgebildet.1 Eine Tafel aus Ugarit aus dem 13. Jahrhundert v. Chr. enthält Lehrstoff für Schreiber und Abschreiber.2 Sie ist auf beiden Seiten beschrieben und dient als Wörterbuch in drei Sprachen: Sumerisch, Akkadisch und Hurritisch.2 Schreiben war in Ugarit ein Beruf, den erfahrene Meister über Generationen an junge Schüler weitergaben.2

Die ugaritische Schrift kam mit wenigen Dutzend Zeichen aus, die gewöhnliche Keilschrift brauchte Hunderte.1 Mit dreißig Zeichen schrieb man in Ugarit Texte aller Art, von Briefen bis zu Literatur.1 Die Reihenfolge der Zeichen ist im Wesentlichen dieselbe wie im protokanaanäischen Alphabet.1 Das zeigen Abecedarien, wie eines in Ugarit gefunden wurde.1 Ein fast gleiches aus Bet Schemesch stammt von einem weniger geübten Schreiber.4 Wegen der missratenen Form, mehrerer Korrekturen und eines Kinderfingerabdrucks hielt das Forschungsteam diese Tafel für die Schulübung eines jungen Schreibers.4

In einem der fünf größeren Archive Ugarits machen mehr als 50 Prozent der Handschriften lexikalischer Listen aus.3 Angenommen wird, dass angehende Schreiber eine Liste zuerst stückweise auf solche Auszugstafeln kopierten, bis sie die Stücke auswendig konnten, und sie dann ganz auf eine Tafel schrieben.3 Die Keilschrift von Ugarit verschwand wahrscheinlich im 12. Jahrhundert v. Chr., einige Jahrzehnte nach den Schulen und Schreibern der Städte, die sie getragen hatten.1

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