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Im 18. Jahrhundert v. Chr. legt der Codex Hammurabi Löhne für Feldarbeiter, Tagelöhner und Handwerker fest

Belegt durch 8 unabhängige Quellen

ZeitalterAltertum

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Die Stele des babylonischen Königs Hammurabi, nach dem Louvre um 1750 v. Chr. beschrieben, nennt feste Löhne. Ein Feldarbeiter soll acht Gur Getreide im Jahr erhalten, ein Tagelöhner sechs oder fünf Gerah am Tag. Ob diese Sätze gezahlt wurden, lassen die Quellen offen.

Um 1750 v. Chr. wurde nach dem Louvre der Text der Stele eingemeißelt, die 282 Rechtssprüche des babylonischen Königs Hammurabi enthält, gegliedert unter anderem nach Familie, Eigentum, Handel und Arbeit.1 Die World History Encyclopedia setzt Hammurabis Regierung von 1792 bis 1750 v. Chr. an.3 Die Cuneiform Digital Library Initiative setzt die Abfassung in den letzten Teil dieser Regierung.8 In der Übersetzung von L. W. King bestimmen die Paragraphen 257 und 258, dass ein Feldarbeiter acht Gur Getreide im Jahr erhält und ein Ochsentreiber sechs.2 Ein Tagelöhner bekommt nach Paragraph 273 vom Neujahr bis zum fünften Monat sechs Gerah in Geld am Tag, danach bis zum Jahresende fünf.2 Für Handwerker nennt Paragraph 274 Tagessätze, etwa fünf Gerah für Töpfer und Schneider und vier für Seiler; mehrere Berufe und Beträge sind dort nur als Lücke wiedergegeben.2 Feste Vergütungen sieht der Text nach EBSCO auch für Seeleute, Bauleute und Hirten vor.4

Der Louvre betont, dass der Text kein Gesetzbuch im heutigen Sinn ist, sondern eine Sammlung von Rechtsprechung.1 Gefunden wurde die Stele bei französischen Grabungen in Susa im heutigen Iran, wohin sie der elamische König Schutruk-Nahhunte als Kriegsbeute gebracht hatte.1 Der Louvre nennt als Fundjahr 1902.1 Die World History Encyclopedia und EBSCO nennen 1901.34 Tyndale House datiert den Fund auf den Winter 1901/02; das erste der drei Bruchstücke kam nach PLEA im Dezember 1901 zutage.67 Seit 1904 ist die Stele im Louvre ausgestellt.1

EBSCO und der Ökonom K. V. Nagarajan datieren den Text abweichend vom Louvre um 1780 v. Chr.45 Neben Sklaven gab es nach Nagarajan Lohnarbeiter, die keine Sklaven waren; als Beleg nennt er Paragraph 257.5 Unter Berufung auf Marc Van De Mieroop hält er den Zweck des Codex für ungeklärt, und aus dem Text gehe nicht hervor, ob nur die genannten Preise festgelegt waren oder die Wirtschaft insgesamt.5 EBSCO deutet die Lohnregeln als eine Form von Mindestlohn, Nagarajan sieht in ihnen die Absicht, gerechte Preise und Löhne festzulegen.45

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