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Das Statute of Artificers ordnet 1563 Lohn, Dienstpflicht und Lehrzeit in England neu

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1563 fasste das englische Parlament die Arbeitsgesetze seit dem Schwarzen Tod im Statute of Artificers zusammen. Löhne sollten jährlich festgesetzt werden, und eine siebenjährige Lehre wurde Pflicht; beides galt bis ins frühe 19. Jahrhundert.

1563 verabschiedete das englische Parlament das Statute of Artificers.14 Es sollte die Lohnarbeit regeln und fasste nach der Encyclopedia Virginia Recht über Dienstverhältnisse aus zweihundert Jahren zusammen.41 Nach dem Oxford Companion to British History sollte es den Müßiggang vertreiben, die Landwirtschaft fördern und einen „angemessenen Anteil“ an Lohn sichern.2 Patrick Wallis datiert das Gesetz abweichend auf 1562.3 Die Parlamentsjournale datieren den Beginn der Sitzung auf den 12. Januar 1562 und ihre Vertagung auf den 10. April 1563.8

Unverheiratete unter 30 Jahren mit handwerklicher Ausbildung durften eine Anstellung nicht ablehnen; zum Dienst in der Landwirtschaft ließen sich Personen zwischen 12 und 60 Jahren verpflichten, unverheiratete Frauen zwischen 12 und 40 ebenso.2 Knechte in bestimmten Beschäftigungen und Gewerben waren für ein ganzes Jahr anzustellen.1 Die Lohnsätze sollten jährlich beim Court of Chancery auf Grundlage örtlicher Empfehlungen festgelegt und dann in jeder Grafschaft verkündet werden.2 Taylor Aucoin von der University of Exeter beschreibt die Lohnregelung als regelmäßige Festsetzung von Höchstsätzen, durchgesetzt vor allem vor den Gerichten der Grafschaften, den .4

Von da an bis zur Aufhebung 1814 war eine abgeschlossene siebenjährige Lehre in den meisten Handwerken und Gewerben Voraussetzung, um dort arbeiten zu dürfen; für die Landwirtschaft galt keine solche Pflicht.3 Nach dem Gesetzeswortlaut, den K. D. M. Snell zitiert, musste die Lehre mindestens sieben Jahre dauern und durfte nicht vor dem 24. Lebensjahr enden.5 Nach Aucoin baute das Gesetz auf den Arbeitsgesetzen seit dem Schwarzen Tod auf, ersetzte sie und blieb bis ins frühe 19. Jahrhundert das Rückgrat des englischen Arbeitsrechts.4 In der Parlamentssitzung 1812–1813 hob ein Gesetz die Bestimmungen mehrerer Gesetze auf, die Friedensrichter ermächtigten, Löhne festzusetzen.7 Am 27. April 1814 beantragte Serjeant Onslow im Unterhaus, ein Gesetz zur teilweisen Aufhebung des Statuts aus dem fünften Regierungsjahr Elisabeths einbringen zu dürfen; für einzelne Gewerbe wie die Wollverarbeitung war die Lehrlingsregel nach seiner Darstellung schon zuvor gefallen.6 Die Aufhebung der Lehrlingsklauseln 1814 stieß nach Snell auf erbitterten Widerstand, obwohl das System wohl schon seit Jahrzehnten im Niedergang war.5

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