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Im 10. Jahrhundert regelt das Eparchenbuch die Zünfte von Konstantinopel bis zur Anstellung der Arbeiter

Belegt durch 7 unabhängige Quellen

ZeitalterMittelalter

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Das Eparchenbuch, Kaiser Leon VI. zugeschrieben, ordnet die Zünfte Konstantinopels. Bei den Rohseidenhändlern begrenzt es die Anstellung auf einen Monat und verbietet das Abwerben. Datiert wird es zwischen 895 und der Zeit nach 963.

Das Eparchenbuch ist eine Ordnung für Gewerbe und Handel in Konstantinopel, die Kaiser Leon VI. zugeschrieben wird.34 Nach Edwin Hanson Freshfield richtete Leon die Verordnungen an den , den Stadtpräfekten von Konstantinopel.1 Dessen Zuständigkeit reichte nach Freshfield hundert Meilen um die Stadt.1 Der Text hat zweiundzwanzig Kapitel.24 Wie viele davon einzelnen Zünften gelten, zählen die Quellen verschieden: nach Jules Nicole zwanzig,2 nach der Wikipedia und der World History Encyclopedia neunzehn.43

Für die Rohseidenhändler bestimmt das Buch in Freshfields Übersetzung, dass ein Lohnarbeiter nur für einen Monat eingestellt und ihm höchstens der Lohn von dreißig Tagen vorausgezahlt werden darf.1 Wer mehr zahlt, verliert den Überschuss.1 Einen Beschäftigten eines anderen Zunftmitglieds darf niemand einstellen, bevor dessen vereinbarte Dienstzeit abgelaufen ist.1 Nicole fasst die Ordnung so zusammen, dass sie den Gewinn des Meisters und den Lohn des Arbeiters festsetzt.2 Freshfield verweist zudem auf eine Bestimmung, nach der der Eparch mit Untersuchungsrichtern Streitigkeiten zwischen Arbeitgebern und Beschäftigten entschied.1 Verstöße bedroht das Buch etwa mit Auspeitschen, Scheren und Verbannung.1

Traditionell wird das Buch in die Regierungszeit Leons von 886 bis 912 datiert.4 Nach der Wikipedia stammt aber wohl nur das erste Kapitel über die Notare aus dieser Zeit; Erwähnungen der Tetartera-Münzen zeigten, dass die Endfassung nicht vor der Herrschaft von Nikephoros II. Phokas entstand, der ab 963 regierte.4 Alexander Vasiliev hielt eine Entstehung unter Leon oder später im 10. Jahrhundert für möglich, vielleicht sogar unter Nikephoros Phokas.7 Die World History Encyclopedia datiert das Buch auf etwa 911,3 Freshfields Übersetzung trägt im Titel die Angabe „c. 895“.1 Nach einer Besprechung von Johannes Koders Ausgabe nennt der Titel der Genfer Handschrift das Weltjahr 6420, also 911/912, als Jahr, in dem Leon den Text erließ.5 Ein Aufsatz in Byzantine and Modern Greek Studies datiert das Buch auf 911 oder 912 und vermerkt, dass über das genaue Datum keine Einigkeit besteht.6 Bekannt ist der Text, seit Jules Nicole ihn 1891 in Genf entdeckte.4 Nicole gab 1893 eine dreisprachige Ausgabe heraus; die Handschrift ist die einzige erhaltene.4 Viele Vorschriften dürften nach der Wikipedia schwer zu überwachen gewesen sein und wurden vermutlich selten durchgesetzt.4

Siehe auch