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Die Bauabrechnungen des Erechtheion zahlen Bürgern, Metöken und Sklaven denselben Lohn

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ZeitalterAltertum

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Die Inschriften zum Bau des Erechtheion auf der Akropolis verzeichnen für 408/7 v. Chr. Löhne einzelner Arbeiter. Meist ist es eine Drachme am Tag, für Bürger, Metöken und Sklaven gleich; ob das ein üblicher Satz war, ist umstritten.

Für das Amtsjahr 408/7 v. Chr. verzeichnet die Inschrift IG I³ 476 Ausgaben für den Bau des Erechtheion auf der Athener Akropolis.1 Nach Attic Inscriptions Online geben die Abrechnungen des Erechtheion das genaueste Bild der Arbeitskräfte an einem Bauvorhaben im Griechenland des fünften Jahrhunderts v. Chr. und sind der beste Beleg für Lohnsätze.1 Der Architekt und die Arbeiter, gelernte wie ungelernte, erhielten entweder einen Tageslohn von einer Drachme oder Stücklohn, der offenbar auf diesem Satz beruhte.1 Bürger, und Sklaven bekamen für dieselbe Arbeit denselben Satz; den Lohn der Sklaven dürften formal ihre Herren erhalten haben.1 Das Akropolismuseum hebt hervor, dass die Inschrift auch festhält, wie die Arbeiter an den Kanneluren der Säulen bezahlt wurden; viele von ihnen waren Sklaven, erkennbar am Namen ihres Herrn.2

Begonnen wurde der Bau nach dem Museum 421 v. Chr., nach dem Frieden des Nikias.2 Nach der Niederlage der Athener auf der Sizilischen Expedition 413 v. Chr. ruhten die Arbeiten; 409/8 v. Chr. wurden sie wieder aufgenommen, nachdem die Volksversammlung ein fünfköpfiges Gremium beauftragt hatte, den Zustand des halbfertigen Baus zu prüfen.2 Die Abrechnungen beaufsichtigten Epistatai, Beamte, die gewählt statt gelost wurden; ihnen standen ein Architekt und ein eigener Schreiber zur Seite.2 Architekt war 409/8 v. Chr. Philokles aus Acharnai, 408/7 v. Chr. Archilochos aus Agryle.1 Sklaven erscheinen in den Listen als Steinmetzen und Zimmerleute, nicht aber als Bildhauer, Holzschnitzer, Maler oder Vergolder.1 Die Foundation of the Hellenic World führt die Arbeiter am Erechtheion 409/8 und 408/7 v. Chr. unter den Tätigkeiten der Metöken in Athen auf.4

Nach einer Untersuchung zur Bevölkerung des klassischen Athen, erschienen bei Cambridge University Press, erhielten fast alle Arbeiter am Erechtheion eine Drachme am Tag, wobei in manchen Fällen offen bleibt, für welchen Zeitraum oder welche Aufgabe genau.3 Loomis hält diesen Satz nach derselben Untersuchung für eine Ausnahme oder zumindest für ungewöhnlich gleich, und für ungewöhnlich hoch in einer Zeit, in der Soldaten und Seeleute nur drei Obolen am Tag bekamen.3 Die Spannen von 1 bis 1,5 Drachmen für ungelernte und 1,25 bis 2,5 Drachmen für gelernte Arbeiter, die Scheidel nennt, stammen nach der Untersuchung nicht aus den Abrechnungen des Erechtheion, sondern aus denen von Eleusis aus den 320er Jahren.3 Bis 409 v. Chr. war der Arbeitsmarkt in Athen nach der Untersuchung bereits deutlich ausgedünnt.3

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