Parthenon in Athen: Bau beginnt 447 v. Chr. unter Perikles
Der Parthenon auf der Akropolis wurde von 447 bis 432 v. Chr. aus pentelischem Marmor gebaut. Seine gekrümmten Linien gelten seit Vitruv als optischer Ausgleich; eine Studie von 2026 bestreitet das.
Der Parthenon auf der Akropolis von Athen wurde zwischen 447 und 432 v. Chr. gebaut3 und der Stadtgöttin Athena Parthenos geweiht.1 Der Bau begann 447 v. Chr., 438 v. Chr. wurden Tempel und Kultbild geweiht, 432 v. Chr. waren Tempel und Skulpturen fertig.2 Entworfen haben ihn die Architekten Iktinos und Kallikrates.2,5
Angestoßen hatte den Bau der Staatsmann Perikles, bezahlt wurde er aus Überschüssen der Kriegskasse des Delischen Bundes.1 Er nahm einen 490 v. Chr. begonnenen und abgebrochenen Tempelbau wieder auf.1 Gebaut wurde bis auf das Fundament aus Kalkstein ganz aus pentelischem Marmor, und dafür gab es kein Vorbild.2 Für keinen griechischen Tempel zuvor war so viel Marmor verbaut worden, rund 22.000 Tonnen.1 Der Bildschmuck ist das Werk des Bildhauers Phidias.3 Er leitete auch das gesamte Vorhaben.1 Plutarch nennt ihn Leiter und Aufseher aller Bauten des Perikles, für den Parthenon aber Kallikrates und Iktinos als Architekten.6
Der , der Boden des Tempels, ist nicht eben, sondern steigt zur Mitte leicht an, und die Säulen sind in der Mitte leicht verdickt, die sogenannte .1 Die Mitte des Bodens liegt gut fünf Zentimeter höher als seine Ränder.4 Der römische Architekt Vitruv erklärte im ersten Jahrhundert v. Chr., die Baumeister hätten gewusst, dass vollkommen gerade Linien nach unten gebogen wirken würden.4 Die World History Encyclopedia folgt dieser Deutung als Ausgleich einer optischen Täuschung.1 Der Mathematiker Goriely hält dagegen, die Formen seien zwar vorhanden, aber nicht dazu gedacht, das Auge zu täuschen.4 Es gebe keinen Beleg, dass die Verfeinerungen die angenommenen Täuschungen tatsächlich erzeugen.4 Für die Wölbung des Stylobats wird auch der Wasserablauf als Grund genannt.7
1687 belagerte ein venezianisches Heer unter Francesco Morosini die von türkischen Truppen besetzte Akropolis, die den Parthenon als Pulvermagazin nutzten.1 Am 26. September traf eine venezianische Granate das Magazin, und die Explosion zerriss den Bau.1
Siehe auch
- Im 1. Jahrhundert v. Chr. schreibt Vitruv „De architectura“, die einzige vollständig erhaltene Architekturschrift der Antike 30 v. Chr. Vitruv ist der Gewährsmann für die Deutung der Kurvaturen als optischer Ausgleich, die hier bestritten wird.
- Arbeit Die Bauabrechnungen des Erechtheion zahlen Bürgern, Metöken und Sklaven denselben Lohn 408 v. Chr. Die Bauabrechnungen des Nachbartempels auf derselben Akropolis, eine Generation später.
- Unter Hadrian entsteht das Pantheon, dessen Betonkuppel bis heute ohne Bewehrung steht 125 Ein anderer Tempelbau der Antike: Rom überspannt den Raum mit einer Kuppel aus Beton statt mit Säulen und Marmorbalken.
Hierher verwiesen
- Im 1. Jahrhundert v. Chr. schreibt Vitruv „De architectura“, die einzige vollständig erhaltene Architekturschrift der Antike 30 v. Chr. Am Parthenon stehen die Kurvaturen, die Vitruv als optischen Ausgleich deutete; eine Studie von 2026 bestreitet das.
- Ischtar-Tor von Babylon entsteht aus glasierten Ziegeln 575 v. Chr. Gut ein Jahrhundert später entstand in Athen der Parthenon.