Filter

Vergil stirbt 19 v. Chr., und Augustus lässt die unvollendete Aeneis herausgeben

Belegt durch 6 unabhängige Quellen

ZeitalterAltertum

Zuletzt geändert am

Vergil starb am 21. September 19 v. Chr. in Brundisium und wollte die unvollendete Aeneis verbrannt sehen. Auf Wunsch des Augustus wurde das Epos dennoch herausgegeben, mit seinen unfertigen Versen.

Vergil starb am 21. September 19 v. Chr. in Brundisium, dem heutigen Brindisi.2 Sueton datiert den Tod nach römischem Kalender auf den elften Tag vor den Kalenden des Oktober, im Konsulatsjahr von Gnaeus Sentius und Quintus Lucretius.1 Mit einundfünfzig Jahren war er nach Griechenland aufgebrochen, um die Aeneis zu überarbeiten, an der er nach EBSCO fast elf Jahre gearbeitet hatte.2 Bei Sueton stehen elf Jahre; die englische Übersetzung von 1914 macht daraus zwölf.561 In Athen traf er Augustus, der aus dem Osten nach Rom zurückkehrte, und beschloss, mit ihm heimzureisen; bei einem Besuch im nahen Megara erkrankte er an Fieber.1 In Brundisium kam er in schlechterem Zustand an und starb dort.1

Vor der Abreise hatte Vergil nach Sueton mit seinem Freund Varius vereinbart, dass dieser die Aeneis verbrennen solle, falls ihm etwas zustoße; Varius lehnte ab.1 Im Sterben verlangte Vergil nach seinen Schriftkästen, um das Werk selbst zu verbrennen, und hinterließ seine Schriften schließlich Varius und Tucca mit der Auflage, nichts zu veröffentlichen, was er selbst nicht herausgegeben hätte.1 Ob der Wunsch vor der Reise oder erst auf dem Sterbebett geäußert wurde, lässt der Artikel bei EBSCO offen.2 Auf Wunsch des Augustus gab Varius die Aeneis dennoch heraus, mit wenigen Eingriffen und ohne die unvollständigen Verse zu ergänzen.12 Nach Hieronymus und Donatus überarbeiteten Tucca und Varius das Epos, fügten aber nach dem ausdrücklichen Willen des Verfassers nichts hinzu.3

Die des Gedichts gelten als Stellen, die Vergil noch füllen wollte; Sueton bemerkt, dass fast alle von ihnen dem Sinn nach abgeschlossen sind.21 Vergils Werke gingen in den Unterricht der römischen Schulen ein.2 Die älteste erhaltene Handschrift, der Vergilius Vaticanus, wurde im vierten Jahrhundert abgeschrieben und ist nach dem Carleton College, von Papyrusresten abgesehen, der früheste Textzeuge eines klassischen Werks überhaupt.4 Von den zwölf Büchern der Aeneis fehlen darin zwei.4

Siehe auch