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Der Literaturnobelpreis 2026 geht an Anne Carson

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Am 8. Oktober 2026 sprach die Schwedische Akademie den Literaturnobelpreis der kanadischen Autorin Anne Carson zu. Sie würdigt ein Werk, das im Dialog mit der Antike neue literarische Formen gefunden hat.

Die zeichnete die kanadische Autorin Anne Carson mit dem Literaturnobelpreis aus.12 Die Akademie gab die Entscheidung am 8. Oktober 2026 bekannt.1 Nach der Ständigen Sekretärin der Akademie, Ingrid Carlberg, erfuhr Carson die Nachricht kurz vor der Bekanntgabe am Telefon.2 Die Akademie ehrt sie „for her bold and inventive oeuvre that, in playful dialogue with the classical tradition, has created new forms for contemporary literature“, also für ein Werk, das im Gespräch mit der antiken Überlieferung neue literarische Formen gefunden hat.1 Das Preisgeld beträgt 12 Millionen schwedische Kronen.26

Carson wurde am 21. Juni 1950 in Toronto geboren.235 Sie lebt in Michigan und besitzt seit 2022 auch die isländische Staatsbürgerschaft.2 Seit mehr als 30 Jahren lehrt sie als Professorin für Altphilologie, und ihr Schreiben greift oft auf griechische Literatur zurück.2 Ihre Werke überschreiten oft die Grenzen zwischen Lyrik, Prosa und Wissenschaft.2 Zu ihren bekannten Werken zählt die BBC „The Glass Essay“, „Autobiography of Red: A Novel in Verse“, „Nox“, „Float“ und „The Beauty of the Husband: A Fictional Essay in 29 Tangos“.2

Auf Deutsch erschien 2019 „Rot. Zwei Romane in Versen“ bei S. Fischer.4 Anders Olsson, der Vorsitzende des Nobelkomitees für Literatur, sagte, ihre Zusammenarbeit mit bildenden Künstlern, Choreografen sowie Opern- und Theaterregisseuren zeige, wie frei sie mit literarischen Erwartungen und Regeln umgehe.2 Der kanadische Premierminister Mark Carney nannte die Auszeichnung „an extraordinary achievement and a proud moment for Canada“, für das Land ein Anlass zum Stolz.27 Carson selbst nannte die Jury im isländischen Rundfunk RÚV scherzhaft „crazy“.28

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