Lena Schätte gewinnt 2026 den 50. Ingeborg-Bachmann-Preis
Am 28. Juni 2026 gewann Lena Schätte in Klagenfurt den Ingeborg-Bachmann-Preis mit ihrem Text „Was wir tragen“. Der Wettbewerb fand zum 50. Mal statt, im Jahr von Bachmanns 100. Geburtstag.
Die deutsche Autorin Lena Schätte gewann am Sonntag, dem 28. Juni 2026, in Klagenfurt den Ingeborg-Bachmann-Preis.2,3 Der Wettbewerb fand zum 50. Mal statt, und sein erster Lesetag fiel auf den 100. Geburtstag von Ingeborg Bachmann.1,4 Schättes Text „Was wir tragen“ erzählt von zwei adipösen Mädchen, die noch zur Schule gehen, und von ihren Problemen.2 Die Autorin wurde 1993 in Lüdenscheid geboren.2 Thomas Strässle, der sie nach Klagenfurt eingeladen hatte, nannte den Text in seiner Laudatio „wichtig und gewichtig“.2
Der Preis der Stadt Klagenfurt war im Jubiläumsjahr auf 30.000 Euro angehoben worden.1,2 Noch im Dezember hatten der Stadt nach news.at die 25.000 Euro Preisgeld im Haushalt gefehlt.4 Den Kelag-Preis erhielt Kinga Tóth, den Deutschlandfunk-Preis Ozan Zakariya Keskinkılıç, den 3sat-Preis Magdalena Schrefel; auch der Publikumspreis ging an Schätte.2 Vergeben wurde zum vierten Mal nach einem Punktesystem, und Schätte erhielt 24 Punkte.2 Die Berliner Zeitung beschrieb die Jury als „einmütig wie selten“.3
Vom 24. bis 28. Juni lasen 14 Autorinnen und Autoren im Landesstudio Kärnten vor einer siebenköpfigen Jury.4 Den Vorsitz führte Klaus Kastberger, der angekündigt hatte, nach zwölf Jahren aus der Jury auszuscheiden.1,4 Gegen die Texte von Slata Roschal und Caroline Rosales wurde der Vorwurf erhoben, sie seien schon vorab veröffentlicht worden; beide blieben im Wettbewerb.1
Siehe auch
- Der International Booker Prize 2026 geht an „Taiwan Travelogue“ von Yáng Shuāng-zǐ und Lin King 2026 Ein zweiter Literaturpreis desselben Jahres, sechs Wochen vor Klagenfurt vergeben.