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Der International Booker Prize 2026 geht an „Taiwan Travelogue“ von Yáng Shuāng-zǐ und Lin King

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Am 19. Mai 2026 erhielten Yáng Shuāng-zǐ und ihre Übersetzerin Lin King in London den International Booker Prize für „Taiwan Travelogue“. Die Autorin ist Taiwanerin; es ist das erste aus dem Mandarin übersetzte Buch mit diesem Preis.

„Taiwan Travelogue“ der taiwanischen Schriftstellerin Yáng Shuāng-zǐ und ihrer Übersetzerin Lin King hat den International Booker Prize 2026 gewonnen.23 Bekanntgegeben wurde der Preis am 19. Mai 2026 bei einer Feier in der Tate Modern in London.5 NPR meldete den Sieg noch am selben Tag.2 Das Preisgeld von 50.000 Pfund teilen sich Autorin und Übersetzerin zu gleichen Teilen.13 Nach NPR und Euronews ist es das erste aus dem Mandarin-Chinesischen stammende Buch mit diesem Preis; die Booker-Stiftung spricht von taiwanischem Mandarin.231 Die beiden sind nach der Stiftung zudem die ersten Preisträgerinnen aus Taiwan, Lin King ist Taiwanerin und Amerikanerin.1

Der Roman gibt sich als Übersetzung des wiederentdeckten Textes einer japanischen Schriftstellerin aus und erzählt von der Liebe zwischen zwei Frauen.1 Er beginnt im Mai 1938, als die junge Romanautorin Aoyama Chizuko auf Einladung der japanischen Regierung, die die Insel beherrscht, nach Taiwan kommt.1 Die Jury-Vorsitzende Natasha Brown nannte ihn zugleich eine Liebesgeschichte und einen scharfsinnigen postkolonialen Roman.13 Nach NPR wählte die Jury das Buch aus 128 von Verlagen eingereichten Titeln, sechs davon standen auf der Shortlist.2 Auf ihr stand unter anderem „The Director“ von Daniel Kehlmann.2 In den USA hatte der Roman 2024 den National Book Award für übersetzte Literatur erhalten.13

In seiner heutigen Form zeichnet der Preis seit 2016 ein einzelnes ins Englische übersetztes Buch aus.4 Eingeführt worden war er 2005 als Auszeichnung, die alle zwei Jahre für ein Gesamtwerk vergeben wurde.4 In dieser älteren Form hatte ihn 2015 László Krasznahorkai erhalten.4

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