Zeitalter nach der europäischen Epocheneinteilung der Geschichtswissenschaft. Sie werden aus dem Datum eines Eintrags berechnet und sind ein Zeitband: Ein Eintrag aus China oder Mesoamerika liegt im selben Band, gehört deshalb aber nicht zur europäischen Geschichte.
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2600 v. Chr.
Fara-Tafeln aus Šuruppak halten um 2600 v. Chr. Wortlisten fest
In Fara, dem antiken Šuruppak, fanden Ausgräber 1902/03 Tontafeln aus der Zeit um 2600 v. Chr., darunter Wortlisten. Fast alle nennen Schreiber und gelten als Schultexte; ob Schüler sie schrieben, ist umstritten. -
2350 v. Chr.
Ebla-Archiv bewahrt im 24. Jh. v. Chr. zweisprachige Wortlisten
Im Palast G von Ebla im heutigen Syrien lag im 24. Jahrhundert v. Chr. ein Archiv mit sumerisch-eblaitischen Wörterbüchern. Ob dort eine Schule bestand, ist umstritten. -
2090 v. Chr.
Schulgi-Hymne B: Ein König von Ur rühmt seine Schulzeit
In der Hymne Šulgi B rühmt sich König Schulgi von Ur, als Kind in der Schule Schreiben und Rechnen gelernt zu haben. Er regierte im 21. Jahrhundert v. Chr.; erhalten ist die Hymne in Abschriften aus altbabylonischen Schulen. -
1740 v. Chr.
In einem Wohnhaus in Nippur lernen im 18. Jahrhundert v. Chr. Schreiber Keilschrift und Sumerisch
Im babylonischen Nippur diente das Wohnhaus „House F“ nach Eleanor Robson in den 1740er Jahren v. Chr. als Schreiberschule. Über tausend Tafeln zeigen, wie dort Keilschrift, Listen und sumerische Literatur gelernt wurden. -
1350 v. Chr.
Amarna-Tafeln: Schreiber des Pharaos lernen Keilschrift
In Achet-Aton, der Hauptstadt Echnatons, lernen im 14. Jahrhundert v. Chr. Schreiber Keilschrift und Akkadisch. Unter den Amarna-Tafeln sind rund 30 Übungstexte: Wortlisten, Syllabare und Mythen wie der Adapa-Text. -
1250 v. Chr.
Ugarit bildet Schreiber mit einem Wörterbuch in drei Sprachen aus
In Ugarit, dem heutigen Ras Shamra in Syrien, lernen im 13. Jahrhundert v. Chr. Schreiber mit mehrsprachigen Listen und einer eigenen Alphabetschrift. -
1130 v. Chr.
Papyrus Lansing lobt den Schreiberberuf und schmäht andere Berufe
Papyrus Lansing ist ein ägyptischer Lehrbrief, in dem ein Schreiber seinem Lehrling den eigenen Beruf preist und andere herabsetzt. Das British Museum datiert ihn in die 20. Dynastie, andere Darstellungen in die Zeit Sesostris’ III. -
950 v. Chr.
Gezer-Kalender aus dem 10. Jh. v. Chr. gilt manchen als Schreibübung
Der Gezer-Kalender, eine kleine Kalksteintafel aus dem 10. Jahrhundert v. Chr., zählt die Arbeiten eines landwirtschaftlichen Jahres auf. Ein Teil der Forschung hält ihn für die Schreibübung eines Schülers. -
650 v. Chr.
Assurbanipals Inschrift L4 schildert seine Schreiberausbildung
In der Inschrift L4 beschreibt der assyrische König Assurbanipal, wie er in seiner Jugend die Schreibkunst und das Wissen der Gelehrten erlernte. Er regierte im 7. Jahrhundert v. Chr. und war zunächst nicht als Thronfolger vorgesehen. -
530 v. Chr.
Pythagoras sammelt um 530 v. Chr. in Kroton eine Gemeinschaft von Anhängern
Um 530 v. Chr. zog Pythagoras von Samos nach Kroton in Süditalien und gewann dort Anhänger für eine strenge Lebensweise. Ob sie eine Schule, eine Partei oder eine Bruderschaft waren, ist umstritten. -
387 v. Chr.
Platon gründet in den 380er Jahren v. Chr. die Akademie bei Athen
Bei Athen gründete Platon eine Schule, die nach ihrem Versammlungsort Akademie hieß. Datiert wird die Gründung meist auf 387 v. Chr. oder auf die Jahre bis 383; ein Gründungsakt im heutigen Sinn ist nicht überliefert. -
335 v. Chr.
Aristoteles gründet 335 v. Chr. seine Schule im Lykeion
Nach seiner Rückkehr nach Athen gründet Aristoteles 335 v. Chr. eine eigene Schule im Lykeion, einem dem Apollon Lykeios geweihten Übungsgelände. Ihre Angehörigen heißen später Peripatetiker. -
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Quintilians Institutio oratoria beschreibt die Rednerausbildung
Quintilian, der unter Vespasian als Rhetoriklehrer ein Gehalt vom Staat erhielt, schrieb in den 90er Jahren die Institutio oratoria. Das Lehrbuch in zwölf Büchern beschreibt die Ausbildung des Redners von der frühesten Erziehung an. -
450
Nalanda entsteht im 5. Jahrhundert als buddhistisches Großkloster
Im 5. Jahrhundert entsteht im heutigen Bihar das buddhistische Großkloster Nalanda. Als Gründer gilt der Gupta-Herrscher Kumaragupta I., und Studenten kommen bis aus China, Tibet und Korea.