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Nalanda entsteht im 5. Jahrhundert als buddhistisches Großkloster

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ZeitalterAltertum

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Im 5. Jahrhundert entsteht im heutigen Bihar das buddhistische Großkloster Nalanda. Als Gründer gilt der Gupta-Herrscher Kumaragupta I., und Studenten kommen bis aus China, Tibet und Korea.

Im 5. Jahrhundert entstand in Nalanda ein buddhistisches Großkloster, ein .2 Es liegt rund 88 Kilometer von Patna entfernt, der Hauptstadt des indischen Bundesstaats Bihar.3 Als Gründer gilt der Gupta-Herrscher Kumaragupta I.23 Der Pilger Xuanzang schrieb die Gründung einem Sakraditya zu, den der Historiker H. Heras mit Kumaragupta I. gleichsetzt.1 Das älteste Siegel, das bei den Grabungen gefunden wurde, trägt eine Inschrift in Gupta-Schrift aus dem 5. Jahrhundert, und weiter zurück reichen die Funde nicht.1

Gelehrt wurde vor allem der Mahayana-Buddhismus, daneben auch andere Fächer.2 Wer dort lernen wollte, wurde vorher von einem Lehrer geprüft.2 Die Studenten kamen unter anderem aus China, der Mongolei, Tibet und Korea.2 Xuanzang studierte in Nalanda beim Vorsteher Shilabhadra und zählte dort 1.510 Lehrer und 10.000 Mönche.1 Die Mönche studierten neben dem buddhistischen Kanon auch die Veden, Arithmetik und Medizin.4 Der Kunsthistoriker Frederick Asher hält Xuanzangs Zahlen für übertrieben.1 Weil die Siegel den Ort als Mahavihara und nicht als Hochschule bezeichnen, sieht Asher den Schwerpunkt auf religiösen Texten statt auf einer breiten Bildung.1

Gefördert wurde Nalanda unter anderem von König Harshavardhana im 7. Jahrhundert und von den Pala-Herrschern im 8. bis 12. Jahrhundert.3 Truppen des Heerführers Bakhtiyar Khilji zerstörten das Kloster, töteten die Mönche und verbrannten die Bibliothek, nach einer Angabe am Ende des 12. Jahrhunderts2, nach einer anderen um die Wende zum 13. Jahrhundert.1 Ganz endete der Ort damit nicht: 1235 besuchte der tibetische Mönch Dharmasvamin Nalanda.1 Das Archaeological Survey of India grub die Stätte von 1915 bis 1937 und von 1974 bis 1982 aus.3 Seit 2016 gehört sie zum Welterbe der UNESCO.15

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