Zeitalter nach der europäischen Epocheneinteilung der Geschichtswissenschaft. Sie werden aus dem Datum eines Eintrags berechnet und sind ein Zeitband: Ein Eintrag aus China oder Mesoamerika liegt im selben Band, gehört deshalb aber nicht zur europäischen Geschichte.
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1820
Thomas de Colmar lässt sich 1820 das Arithmometer patentieren
1820 ließ sich Charles Xavier Thomas de Colmar das Arithmometer patentieren, eine Rechenmaschine mit Staffelwalzen für alle vier Grundrechenarten. In Serie ging sie erst um 1851; sie gilt als erste kommerziell erfolgreiche Rechenmaschine, doch bis Ende der 1870er-Jahre blieben die Verkäufe klein. -
1890
Hollerith-Maschinen werten 1890 die US-Volkszählung auf Lochkarten aus
Die US-Volkszählung von 1890 wertete das Census Office mit elektrischen Tabelliermaschinen und Lochkarten aus. Gebaut hatte sie Herman Hollerith, dessen Firma später in IBM aufging. -
1946
ENIAC: Moore School zeigt 1946 einen Rechner mit 18.000 Röhren
Am 14. Februar 1946 stellte die University of Pennsylvania den ENIAC vor, einen Rechner mit rund 18.000 Elektronenröhren. Gebaut für die Ballistik der US-Armee, war er erst nach Kriegsende fertig. -
1947
Transistor: Bardeen und Brattain verstärken 1947 ohne Röhre
Am 16. Dezember 1947 verstärkten Bardeen und Brattain bei den Bell Labs ein Signal mit Germanium statt mit einer Röhre. Für den Transistoreffekt erhielten sie 1956 mit Shockley den Nobelpreis für Physik. -
1958
Integrierter Schaltkreis: Kilby führt 1958 Germaniumchip vor
Am 12. September 1958 führte Jack Kilby bei Texas Instruments einen Oszillator auf einem Stück Germanium vor. Heute gelten er und Robert Noyce als gemeinsame Erfinder des integrierten Schaltkreises. -
1971
Intel bringt mit dem 4004 einen Prozessor auf einem einzigen Chip heraus
Am 15. November 1971 warb Intel erstmals für den 4004, einen Prozessor auf einem einzigen Chip. Er war für einen Druckrechner des japanischen Herstellers Busicom entstanden; erst nach einem Rückkauf der Rechte durfte Intel ihn frei verkaufen. -
2024
Googles Quantenchip Willow korrigiert Fehler besser, je größer er rechnet
Am 9. Dezember 2024 stellte Google den Quantenprozessor Willow mit 105 Qubits vor. Er zeigte eine Fehlerkorrektur, deren Fehlerrate sinkt, wenn mehr Qubits zusammenarbeiten; für nützliche Anwendungen fehlt nach Fachleuten noch viel. -
2025
Ein Harvard-Team zeigt 2025 eine fehlertolerante Architektur mit bis zu 448 Atom-Qubits
Im November 2025 beschrieb ein von Harvard geführtes Team in Nature eine Architektur für fehlertolerantes Quantenrechnen mit bis zu 448 neutralen Atomen. Die Fehlerkorrektur arbeitete unter der Schwelle; bis zu einem großen Rechner mit Millionen Qubits bleibt es nach den Autoren ein weiter Weg. -
2025
Quantinuum bringt 2025 den Ionenfallen-Rechner Helios mit 98 Qubits heraus
Am 5. November 2025 stellte Quantinuum den Quantenrechner Helios mit 98 Bariumionen vor. Nach Unternehmensangaben bildet er 48 fehlerkorrigierte logische Qubits mit je zwei physikalischen; welche Qubit-Technik sich durchsetzt, ist offen. -
2025
IBM stellt 2025 die Quantenprozessoren Nighthawk und Loon vor
Am 12. November 2025 stellte IBM die Quantenprozessoren Nighthawk und Loon vor. Loon soll die Bauteile für einen fehlertoleranten Quantenrechner zeigen, den IBM bis 2029 ankündigt. -
2026
LineShine löst 2026 El Capitan an der Spitze der TOP500 ab
Auf der TOP500-Liste vom 23. Juni 2026 steht der neu gelistete chinesische Rechner LineShine mit 2,198 Exaflop/s auf Platz eins. Zuletzt hatte 2017 ein Rechner aus China die Liste angeführt. -
2026
IBM-Z-Prozessor führt Arm- und Z-Befehle im selben Kern aus
IBM stellte am 24. August 2026 auf der Hot Chips einen Prozessor für künftige IBM-Z- und LinuxONE-Systeme vor. Jeder seiner Kerne führt IBMs z/Architecture und den Arm-Befehlssatz nativ aus. -
2026
Arrhenius: Linköping weiht 2026 einen EuroHPC-Supercomputer ein
Am 8. September 2026 wird an der Universität Linköping der EuroHPC-Supercomputer Arrhenius eingeweiht. Er leistet mehr als 60 Petaflops und stand im Juni 2026 auf Platz 42 der TOP500-Liste.