Thomas de Colmar lässt sich 1820 das Arithmometer patentieren
1820 ließ sich Charles Xavier Thomas de Colmar das Arithmometer patentieren, eine Rechenmaschine mit Staffelwalzen für alle vier Grundrechenarten. In Serie ging sie erst um 1851; sie gilt als erste kommerziell erfolgreiche Rechenmaschine, doch bis Ende der 1870er-Jahre blieben die Verkäufe klein.
Der Franzose Charles Xavier Thomas de Colmar ließ sich 1820 eine Rechenmaschine patentieren, das Arithmometer.2,1 Nach Britannica baute er sie, während er in der französischen Armee diente, und sie beherrschte Addition, Subtraktion, Multiplikation und Division.3 Das Patent lief nach fünf Jahren aus; neue Schutzrechte erhielt Thomas erst 1850.1 Nach dem Centre for Computing History kam das erste Serienmodell 1851 auf den Markt.5
Das Arithmometer arbeitete mit , wie sie Gottfried Wilhelm Leibniz eingeführt hatte.1,2 Ein Hebel stellte die Maschine auf Addition und Multiplikation oder auf Subtraktion und Division um.2 Nach dem Computer History Museum nutzte es als erster Rechner die Fertigungsmöglichkeiten des Industriezeitalters.4 Spätere Änderungen, darunter eine Kurbel anstelle eines Seidenbandes, machten es zuverlässiger.4 Das Smithsonian und das Centre for Computing History nennen es die erste kommerziell erfolgreiche Rechenmaschine.2,5
Das History of Science Museum in Oxford schränkt das ein: Noch Ende der 1870er-Jahre wurden demnach kaum mehr als 100 Geräte im Jahr verkauft, und ein erfolgreiches Massenprodukt war die Maschine nicht.1 Ein Bericht von 1878, den das Museum zitiert, zählt 500 verkaufte Maschinen bis 1865, 300 von 1865 bis 1870, 400 von 1870 bis 1875 und 300 von 1875 bis 1878.1 Nachgebaut wurde sie nach Oxford erst ab Ende der 1870er-Jahre, zuerst von Burkhardt in Deutschland, wenig später in Großbritannien.1 Das Computer History Museum nennt knapp 2.000 verkaufte Arithmometer.4 Das Centre for Computing History spricht von rund 5.000 hergestellten Maschinen, die in alle Welt verkauft wurden.5 Valéry Monnier nennt in der Encyclopædia Universalis 5.000 Exemplare, gebaut zwischen 1850 und 1910.6 Britannica zufolge war es noch bis zum Ersten Weltkrieg in Gebrauch.3
Siehe auch
- Pascaline: Pascals Rechenmaschine führt den Übertrag selbst aus 1642 Pascals Maschine konnte nur addieren und subtrahieren und blieb ein Einzelstück in kleiner Zahl.
- Wilhelm Schickard beschreibt Kepler 1623 eine Rechenmaschine für alle vier Grundrechenarten 1623 Die erste bekannte Maschine für alle vier Grundrechenarten blieb zwei Jahrhunderte früher unveröffentlicht.
Hierher verwiesen
- Hollerith-Maschinen werten 1890 die US-Volkszählung auf Lochkarten aus 1890 Das Arithmometer rechnete mit Kurbel und Walze; Holleriths Maschinen zählten mit Strom und Lochkarten.
- Leibniz führt 1673 der Royal Society das Modell seiner Rechenmaschine vor 1673 Thomas de Colmar baute die Staffelwalze in die erste Rechenmaschine ein, die in Serie ging.
- Wilhelm Schickard beschreibt Kepler 1623 eine Rechenmaschine für alle vier Grundrechenarten 1623 Zwei Jahrhunderte später ging eine Vier-Spezies-Maschine erstmals in Serie.